PJ-Tertial-Bericht am Staedtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt
Chirurgie
Dresden, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station Allgemeinchirurgie (ACH), Unfallchirurgie (UCH), Notaufnahme (NFZ), Plastische Chirurgie (PCH), Kinderchirurgie (KCH)
·
11/2020 – 03/2021
Veröffentlicht am
1.20
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
1
Team Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 400
Erfahrungsbericht
Insgesamt war mein Chirurgie-Tertial in Dresden-Neustadt sehr gut.
Vielleicht noch vorweg: ich habe mein Tertial mitten in der Corona-Pandemie gemacht, sodass lange Zeit alle elektiven Patienten abgesagt waren (weniger OPs), viele Covid-Patienten auf Station waren (Schutzausrüstung an, Blutabnahme, Schutzausrüstung aus, repeat), der PJ-Unterricht nur 1x wöchentlich stattfand und meistens mehr als reichlich PJler für die wenigen Patienten da waren.
Als PJler in Dresden-Neustadt rotiert man immer in die Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie und die Notaufnahme - und je nach eigenem Wunsch zusätzlich Kinderchirurgie, Plastische Chirurgie oder auch Neurochirurgie (am Standort Friedrichstadt). OÄ Olbrich meldet sich zwecks organisatorischer Absprache rechtzeitig vorm Tertial bei den PJlern und organisiert von Beginn an alles wunderbar. Bekleidung, Schlüssel und Transponder, sowie PC-Zugang wird alles gestellt. Es gibt außerdem 400€ Aufwandsentschädigung.
Zu den typischen PJler-Aufgaben zählen auf Station die Begleitung der Visite, Blutabnahmen, Legen von Flexülen, Verbandswechsel (inkl. Drainagen- und Fadenzug), (Covid-Abstriche), manchmal auch Papierkram wie Reha-Anträge.
Die Aufnahmen (Anamnese und körperliche Untersuchung) in der ACH sind leider eher Beschäftigungstherapie, da alle Patienten bereits in der Notaufnahme gesehen wurden und meist schon operiert sind. Hier geht es eher um die Vervollständigung der Papierakte.
In der Unfallchirurgie sind eigentlich immer PJler als OP-Assistenz geplant, in der Allgemeinchirurgie kann man auf Nachfrage auch immer mit in den Saal (zumindest zum Zugucken, gerade bei laparoskopischen OPs). Abgesehen vom Haken halten darf man auch mal selbst nähen oder ähnliche kleine Schritte ausführen.
Wenn man möchte, kann man insbesondere in der UCH auch die Sprechstunden begleiten (Knie, Schulter, BG) und dort die eigene Untersuchungstechnik verfeinern und direkt alle Fragen zur Diagnose oder Therapie an den Arzt loswerden.
Meine besten Rotationen waren die Kinderchirurgie (v.a. Sprechstunde und OP als erste Assistenz) und Notaufnahme. OÄ Rungenhagen ist eine wunderbare Ärztin, sehr lieb und sie erklärt super!
In der Notaufnahme konnte man in Rücksprache mit den Ärzten ziemlich eigenständig Patienten betreuen, also: Anamnese, Untersuchung, weitere Diagnostik, Therapievorschlag, Dokumentation, ggf. Wundversorgung. Hier hat man sehr viel lernen können.
Auch mein kurzer gewünschter Einblick in die Radiologie (MRT, CT, Ultraschall) war super, gerade das Üben vom Abdomen-Sono.
Die ärztlichen Kollegen und Kolleginnen sind allesamt freundlich, geduldig und erklären auf Nachfrage gut. Die Zusammenarbeit hat stets Spaß gemacht. Einzig der Chefarzt der Unfallchirurgie sollte seinen Umgang mit weiblichen PJlern überdenken - quasi jede Frau musste sich dumme Sprüche anhören.
Zusätzlich besteht für die PJler die Möglichkeit der Teilnahme an den Diensten (Nacht, Wochenende), wofür man extra bezahlt wird und außerdem oft viel machen und lernen kann.
Mittagessen und ein pünktlicher Feierabend waren in meinem Tertial quasi immer möglich, sodass es auch mit Kind gut zu stemmen ist.
Insgesamt ein sehr gutes Tertial und ich kann Dresden-Neustadt empfehlen!
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