PJ-Tertial-Bericht am Kreiskrankenhaus

Chirurgie

Frankenberg, Deutschland · 8 Wochen · Station Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie · 01/2020 – 04/2020

Veröffentlicht am

1.40
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
380

Erfahrungsbericht

Man ist in der Chirurgie als PJler auf einer der beiden chirurgischen Stationen aufgeteilt. Die Visite beginnt um 7:30. Nach der Frühbesprechung, die um 8 stattfindet, bespricht man, wer schon mal in den OP geht und wer auf Station. Auf Station stehen dann Blutentnahmen und Verbandswechsel an. Sollte man nichts zu tun haben, kann man jederzeit in die Ambulanz und dort recht eigenständig arbeiten. Da ich hier mein letztes Tertial hatte, konnte ich sehr schnell ziemlich viel machen. Das Team ist von den Chefärzten bis zu den Assitenten wirklich super! Ich habe mich mit allen gut verstanden und fühlte mich wertgeschätzt. In der Allgemein- und Visceralchirurgie lernt man im OP wirklich viel und darf bei kleineren Eingriffen auch selbst mal ran. Obwohl das Haus nicht sehr groß ist, gibt es ein sehr breites Spektrum. Von Appendektomien über Cholezystektomien werden auch größere Darmeingriffe und Schilddrüsen-Operationen durchgeführt. Chefarzt Cassebaum ist außerdem der Vorsitzende der PJ-Vertrauensdozenten der Uni Marburg. Er gibt sich unheimlich Mühe in der Ausbildung der PJler und man merkt, dass ihm eine gute Lehre wirklich am Herzen liegt. In Frankenberg habe ich auch ein ausführliches Tertialzeugnis bekommen, was in meinen anderen Tertialen nicht der Fall war. In Unfallchirurgie war ich nur 2 Wochen auf Station, dafür aber regelmäßig im OP. Knie- und Hüft-TEPS stehen eigentlich jeden Tag an, man muss ein bisschen Interesse zeigen und bekommt dann auch viel erklärt. Ansonsten gab es auch hier ein recht breites Spektrum der allgemeinen Unfallchirurgie und Orthopädie: Hallux valgus, Karpaltunnelsyndrom, Schulterprothesen, Frakturversorgung, ..... Es wird in Frankenberg viel Wert auf die Lehre gelegt. Es gibt wöchentlichen Unterricht der einzelnen Fachrichtungen. Dazu kommt ein wöchentlicher EKG-Kurs von der Kardiologischen Chefärztin und ein Curriculum vom chirurgischen Chefarzt Cassebaum über Arzt-Patienten-Kommunikation und verschiedene Ärztliche Vorgehensweisen. Stichworte: Fast Track, Sinnvolle Prozeduren, Placebo und Nocebo. Man wohnt im 2019 gebauten Wohnheim, was echt schön war und direkt neben der Klinik steht. Deshalb hat man den wohl kürzesten Arbeitsweg den man sich vorstellen kann. Essen: Frühstück und Mittagessen umsonst!!! Man hat morgens und mittags ein Budget, was bei mir immer gereicht hat. Meistens konnte ich sogar noch ein Stück Obst oder ein Brötchen mehr nehmen. Vergütung: 380 Euro + 50€ pro Dienst. Ich habe fast jede Woche einen Dienst gemacht. Neben den 50€ bekommt man einen freien Tag, den man sich selbst aussuchen und auch sammeln darf.
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