PJ-Tertial-Bericht am Charite Campus Benjamin Franklin

Chirurgie

Berlin, Deutschland · 8 Wochen · Station 40 a, 40b, 48a, 48b · 11/2019 – 03/2020

Veröffentlicht am

4.73
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 5
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 5
Unterricht 5
Betreuung 5
Freizeit 3
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Dass Organisation nicht gerade zu den Stärken der Chirurgie gehört ist allseits bekannt, aber dass es so unorganisiert und chaotisch zugeht wie im in der Chirurgie des CBF hat mich dennoch überrascht. Vielleicht sollte man Pjler nicht nur als reine unbezahlte Hilfskräfte ansehen sondern sie aktiv in die Arbeit einbinden, so hätten alle mehr davon. Wenn ein Arzt was von einem Pjler wollte war die Frage in der Regel sowas wie „kannst du ein Konsil für die Frau ... anmelden?“. Wenn man dann „nein“ gesagt hat, weil es einem vorher nie gezeigt wurde, waren die Gesichter gleich verzogen und der Arzt hat es schnell selber gemacht anstatt es dem Pjler mal zu erklären. Diese Art des „Lehrens“ nützt niemandem. Auf Station war es super langweilig und im Op noch viel langweiliger. Man wird angemotzt wenn man nach 2h Hakenhalten kurz mal schwächelt. Obwohl man um 7-7:30 Uhr angefangen hat haben die einen teilweise um 15 Uhr mit in den Op berufen. Dass man dadurch unbezahlt insgesamt 10 Stunden an dem Tag in der Klinik herumgeistert, hat niemanden wirklich interessiert. Pj-Unterricht gab es in den 4 Monaten auf der Allgemein- und der Unfallchirurgie nur sage und schreibe 2 mal. Nach dem Logbuch hat niemand auch nur mal gefragt. Die letzten Wochen waren super anstrengend weil die Pjler alle sehr demotiviert waren und eigentlich jeden Tag irgendwelche Pjler gefehlt haben, sodass die Arbeit auf einige wenige hängengeblieben ist. Die Ärzte wurden dementsprechend auch unangenehmer weil die davon auch wussten. Insgesamt hätte ich mehr gelernt wenn ich mich 2 Stunden in die Bib gesetzt hätte als in diesen 4 Monaten in der Charité das erste Pj-Tertial zu absolvieren. Sehr schade. Noch ein Fun-Fact: Jeden Dienstag muss ein PJler den Frühstückswagen von der Mensa in den Röntgenbesprechungsraum bringen und den Ärzten das Essen servieren, der Pj-Beauftragte hat uns selbst gesagt dass er es eigentlich nicht ok findet aber es hätte sich eben über die letzten Jahre so etabliert. Kann man natürlich nicht ändern weil es ja in Stein gemeißelt ist ... . Wer Lust auf unbezahltes Arbeiten inklusive Überstunden, einem Gefühl der Nutzlosigkeit sowieso einer Prise Herabwürdigung verspürt, ist hier genau richtig. Ich würde niemanden empfehlen in der Chirurgie des CBF ein Pj-Tertial zu absolvieren. Am letzt Tag kam noch der Pj-Beauftragte zu uns und hat uns gebeten Kritik hier und jetzt zu äußern statt dies später auf „irgendwelchen“ Portalen zu tun. Tja ... sorry dafür.

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