PJ-Tertial-Bericht am Spital Schwyz

Allgemeinchirurgie

Schwyz, Schweiz · 8 Wochen · Station Allgemein-/Viszeralchirurgie · 09/2019 – 12/2019

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1200

Erfahrungsbericht

Mein Tertial am Spital Schwyz war eine sehr schöne Zeit, an die ich mich gern zurückerinnere. Tagesablauf auf Station Der Tag beginnt jeweils 7 Uhr zu einer kurzen Aktenvisite mit den Schwestern auf der Station. Bei dieser sogenannten „Kardexvisite“ werden die aktuellsten Probleme angesprochen und erste Untersuchungen oder Konsile angemeldet. Danach geht es stets zum Morgenrapport mit röntgenologischen Falldemonstrationen und anschließend zur ITS-Visite. Falls man für die erste Operation eingeteilt ist, muss man dann direkt in den OP. Ansonsten geht es immer erstmal zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Dies gibt die optimale Möglichkeit sich schnell ins Team zu integrieren. Zwei Mal pro Wochen findet eine interne Weiterbildung über grundlegende chirurgische Krankheitsbilder statt. Das hat mir gut gefallen und man konnte einiges lernen/wiederholen. Nach der Visite auf der Abteilung folgten typische Stationsaufgaben, wie das Anmelden von Untersuchungen und das Schreiben von Arztbriefen. Im Operationssaal arbeitet man meist als 1. oder 2. Assistenz. Das chirurgische Spektrum in Schwyz ist begrenzt, mit einem klaren Schwerpunkt für Unfallchirurgie. Das hat mich am Anfang ein wenig enttäuscht, da mein Interesse v.a. im viszeralchirurgischen Bereich liegt. Trotzdem kann man bei der Versorgung von Frakturen und Arthroskopien einige grundlegende Vorgehensweisen kennenlernen. Wenn man Interesse zeigt und nachfragt, darf man am Ende der OP meistens Zunähen. Während des Tertials fand sogar ein Naht-Kurs extra für die Unterassistenten statt. Besonders gefallen hat mir, dass man ab und zu auch in anderen Fachrichtungen (HNO, Gynäkologie und Urologie) im OP zum Einsatz kommt. Der Tag endet meistens 17 Uhr mit einem Nachmittagsrapport. Man wurde oft allerdings auch eher nach Hause geschickt. ;-) Tagesablauf in der Notaufnahme Die Zeit in der Notaufnahme hat mir am besten gefallen. Man lernt unglaublich viel für sein weiteres Arbeitsleben. Wundversorgung, Anamnese und Untersuchungen kann man komplett eigenständig durchführen und (evtl. nach Rücksprache mit dem zuständigen Assistenz- oder Oberarzt) weitere nötige Diagnostik anmelden. Die Bildgebung sowie das weitere Vorgehen wird dann mit dem Oberarzt besprochen. Dabei übt man sich nicht nur in der Befundung von Röntgenbildern, sondern v.a. im differenzialdiagnostischen Vorgehen und war aktiv in die Planung der Therapie integriert. Unterkunft Für 200 CHF kann man im Wohnheim direkt neben dem Spital unterkommen. Die Zimmer sind einfach, aber geräumig. Ich hatte aus meinem Zimmer einen herrlichen Ausblick auf den Vierwaldstätter See und die angrenzenden Berge. Es gibt auf jeder Etage eine Küche und zwei Duschen. Alles wird täglich gereinigt und war daher meist sehr sauber. Am späteren Nachmittag/Abend haben wir Unterassistenten uns täglich zum gemeinsamen Spazieren, Joggen, Kochen, Grillen oder Filmschauen getroffen. Es war eine tolle Zeit! Das Team Im Spital Schwyz herrscht eine sehr freundliche und fast schon familiäre Atmosphäre. Das Verhältnis zur Pflege war ebenfalls gut. Der Dienstplan wird von den Unterassistenten selbstständig erstellt. Dies ist einerseits gut, da man frei in der Planung und Absprache untereinander ist. Andererseits weiß man oft nicht welche Regeln es im Spital gibt (z.B. Anzahl freier Tage, Verteilung auf Station/Notaufnahme etc. ). Alle Rahmenbedingungen wurden nur mündlich von ehemaligen Unterassistenten weitergegeben und es kam häufig zu Verwirrungen. Eine genauere Anweisung von „oben“ hat da leider ein bisschen gefehlt. Freizeit Wer neben den fachlichen Erfahrungen auch auf der Suche nach optimalen Freizeitmöglichkeiten ist, der ist in Schwyz genau richtig. Der Ort ist für Outdoor-Sportler super geeignet. Wir waren fast jedes Wochenende Wandern oder Skifahren. Man kann z.B. direkt vom Wohnheim zu Wanderungen auf den nebenan gelegenen Mythen aufbrechen. Am Anfang unseres Tertials (September) war es sogar noch möglich im Lauerzer See zu schwimmen und die spätsommerliche Sonne im Freibad zu genießen. Ich würde jedem, der Einblick in (unfall-)chirurgische Grundversorgung bekommen möchte, ein Tertial in Schwyz empfehlen.

Bewerbung

Ich habe mich 1,5 Jahre im Voraus unkompliziert per Mail im Sekretariat der Chirurgie beworben. Die E-Mail findet man auf der Website.
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