PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Bremen-Mitte

Chirurgie

Bremen, Deutschland · 8 Wochen · Station Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie · 09/2019 – 12/2019

Veröffentlicht am

1.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
649

Erfahrungsbericht

Wenn man das Chirurgie Tertial in Bremen-Mitte absolviert, durchläuft man drei Abteilungen. Pflicht: Unfall- und Allgemein-/Viszeralchirurgie (jeweils 6 Wochen) Wahl: Plastische/Kinder-/Gefäß-/Neurochirurgie (jeweils 4 Wochen) Wenn man möchte, darf man zusätzlich in einem der Fächer 2 Wochen hospitieren, zulasten eines der anderen Fächer. Unfallchirurgie: 7:00 Visite, 7:45 Frühbesprechung, danach Station/OP/ZNA, gegen 15:00 Nachmittagsbesprechung (hier muss man nicht zwangsläufig bei sein) Man arbeitet eng mit den Assistenten zusammen, darf viel machen und lernt sehr viel. In der Notaufnahme darf man eigene Patienten von Anfang bis Ende betreuen samt Untersuchung und Röntgenanmeldung etc. Auch bei Polytraumen darf man mithelfen. Auf Station gibt es nur wenige Blutentnahmen, aber auch dort wird einem bis zur Mittagszeit nicht langweilig. Verbände und Gipse oder (wenn man will) kurze Arztbriefe fallen immer an. Im OP ist man nicht viel mehr als ein Hakenhalter. Aber ich war im Schnitt nur bei 3-4 OPs pro Woche, welche nie lange gingen. Im OP hängt die Stimmung stark vom Operateur ab... hier lernt man die Unfallchirurgie kennen, wie sie im Buche steht. Teilweise waren wir drei PJler, sodass man sich nicht todgearbeitet hat. Wenn man möchte, kann man in Absprache mit dem ltd. OA Spätschichten oder Dienste mitmachen und so einen Tag unter der Woche frei machen. Plastische Chirurgie: 7:30 Visite, danach Station/OP/ZNA, gegen 15:00 Nachmittagsbesprechung Meine absolute Lieblingsabteilung. Das gesamte Team ist herzlich und nett, man wird von Anfang an mit eingebunden. Auf Station kann es stressig werden, sodass man als PJler viel helfen kann und dafür Dankbarkeit erntet. Von wenigen Blutentnahmen über viele Verbände bis hin zum Assistieren (auch gerne 1. Assistenz) im OP oder bei kleinen stationären Geschichten hat man alle Hände voll zu tun. Man darf viel selber machen und nähen, zusätzlich herrscht meist eine sehr gute schon fast fröhliche Stimmung, sodass der Spaß definitiv nicht zu kurz kommt. Man lernt hier vor allem mit schlecht heilenden Wunden umzugehen sowie Handverletzungen und Verbrennungen zu behandeln. Auch wenn es kein Verbrennungszentrum ist, gibt es durchaus interessante Fälle. Allgemein- und Viszeralchirurgie 7:00 Visite, 7:45 Frühbesprechung, danach Station/OP/ZNA Auch hier bin ich in einem sehr netten Team gelandet. Die Ärzte binden einen von Anfang an gut ein. Einziges Manko sind hier die teilweise sehr langen OPs. Da man es vorher meist grob abschätzen kann, würde ich mich mit den anderen PJern zwecks Ablösung absprechen - praktischerweise gibt es ein Telefon für uns. Mir wurde mehrmals schwarz vor Augen bzw. schwindelig, was natürlich gar nicht schlimm war und mir wurde sofort von allen Seiten lieb geholfen. Die Ärzte haben viel erklärt und waren teilweise sehr motiviert. Dem CA war es wichtig, dass wir PJler bei der wöchentlichen CA-Visite jeweils einen Patienten bzw. ein Patientenzimmer vorgestellt haben. Obwohl ich sowas eigentlich "hasse", war es nie schlimm und man hat eher Lob als Kritik bekommen. Dies gilt allerdings für die gesamte Zeit dort, man ist wirklich motiviert worden und hatte nie das Gefühl, im falschen Beruf gelandet zu sein. Für alle Rotationen gilt: Da die Ärzte unsere Unterrichtszeiten natürlich nicht aufm Schirm haben und diese mal mit OPs oder Aufgaben kollidieren, sollte man rechtzeitig Bescheid geben oder sich eben durchsetzen. Der Unterricht wurde von mir persönlich nicht oft besucht, war aber soweit echt gut. Ich war keinmal in der amb. Sprechstunde dabei, aber so wie ich das verstanden habe, ist es in jeder der drei Abteilungen möglich, da ebenfalls mit reinzugehen. Kostenlose Parkplätze gibt es in der kleinen Seitenstraße der Bismarckstr., welche ebenfalls Bismarckstr. heißt und eine Einbahnstraße Richtung Innenstadt ist zwischen Friedrich-Carl-Str. und St.-Jürgen-Str. Mittagessen kostet Geld, schmeckt aber ganz gut und ist für Mitarbeiter günstiger. Wenn man kein Wohnheimzimmer braucht (hierzu habe ich keine Informationen) gibt es 649 Euro.

Bewerbung

ist ALK der Uni Göttingen, Bewerbung übers PJ Portal

Autor:in kontaktieren

Dem Autor oder der Autorin eine Nachricht schreiben Öffnen ▾

Die Autor:in hat zugestimmt, Nachrichten zu diesem Bericht zu empfangen. Deine E-Mail-Adresse wird nur zur Weiterleitung verwendet und nicht öffentlich angezeigt. Die E-Mail-Adresse der Autor:in ist und bleibt verborgen.

Die Autor:in antwortet direkt an diese Adresse.
Max. 2000 Zeichen.
Deine Anfrage wird 90 Tage als Audit-Log gespeichert, dann automatisch gelöscht.
Diesen Bericht bearbeiten Öffnen ▾

Gib die E-Mail-Adresse ein, mit der du diesen Bericht eingereicht hast. Du bekommst einen Link zum Bearbeiten an diese Adresse geschickt. Die E-Mail-Adresse wird nicht gespeichert oder angezeigt.

Diesen Bericht melden Öffnen ▾

Wenn dieser Bericht falsche Tatsachen behauptet, Beleidigungen enthält, persönliche Daten preisgibt oder aus einem anderen Grund gegen unsere Regeln verstößt, kannst Du ihn hier melden. Wir prüfen jede Meldung.

Max. 2000 Zeichen.
Nur nötig, wenn Du eine Rückmeldung möchtest.