PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Baden

Allgemeinchirurgie

Baden, Schweiz · 8 Wochen · Station Viszeralchirurgie, Orthopädie, Urologie Notfall · 05/2019 – 09/2019

Veröffentlicht am

1.80
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1500 CHF, nach Steuern ca. 1383 CHF
Gebühren
50 Euro Äquivalenzbescheinigung Uni Zürich

Erfahrungsbericht

Das Krankenhaus: Das Kantonspital ist eines der größten Krankenhäuser im Kanton Aargau und es besitzt die drittgrößte Notaufnahme in der Schweiz. Mit 372 Betten auf 12 Etagen plus moderne Nebengebäude für Sprechstunden und ambulante Operationen war es für mich definitiv groß genug, um genügend spannende Fälle zu sehen. Zurzeit wird auch ein komplett neues Spitalhauptgebäude gebaut, welches das alte Haus komplett ersetzen soll. Lage: Das Krankenhaus liegt etwa 10min mit dem Fahrrad von Baden entfernt, neben dem Dorf Dättwil. Fußläufig ist ein kleiner Spamarkt, die Post, ein Fitnesscenter und eine Tankstelle zu erreichen. Das Krankenhaus liegt im Grünen und hat eine hübsche Parkanlage, wo man abends draußen noch gemütlich ein Glace/Eis essen kann. Direkt neben dem Krankenhaus starten einige Waldwege. Baden bietet ist ein mittelgroßes Städtchen mit viel Altstadtflair, wo man alles kriegt was man sucht und genügend Cafés etc. hat. Neben den städtischen Vorzügen kann man an gewissen Stellen auch in der Limmat schwimmen und den entspannten Flair genießen. Nach Zürich sind es stau frei ca. 20-30 min mit dem Auto, mit den öffentlichen dauert es ähnlich lang, wobei das Krankenhaus gut angebunden ist. Wohnheim: geräumiges Einzelzimmer, mit Küche (1 Herdplatte, Kühlschrank), Schränken, Tisch, Ikea Couchstuhl, Stuhl und eigenem Bad mit Dusche. Insgesamt etwas in die Jahre gekommen aber in Ordnung. Leider kein gemeinsamer Aufenthaltsraum für PJler oder Hausbewohner. Elektronische Infrastruktur: Sehr gut. Nur noch elektronische Akten. Überall genügend PCs auch für UA. Man erhält zu Beginn einen Badge/Ausweis. Mit diesem kann man sich an den Pc mit Touchfunktion anmelden und es werden alle Tabs und Fenster der letzten Session geöffnet. Gleichzeitig dient die Karte aus Schlüssel und Kreditkarte in der Mensa. Rotation: Man rotiert auf vier Stationen: Viszeralchirurgie + Gefäßchirurgie; Urologie; Orthopädie + Wirbelsäulenchirurgie und Notfall/Notaufnahme. Verdienst: 1500 Franken , 1383 Franken nach Steuern abzüglich 450 Franken Wohnheim (inkl. Strom, Wasser, gutes Internet) und einmalig 220 Franken Endreinigung. Ein Parkplatz im Parkhaus kostet 100 Franken pro Monat. (Man kann in einer Seitenstraße parken und immer was finden, musste dann nur ein wenig laufen.) Dienste: Im Schnitt hat man pro Woche einen Nachtdienst und ca. einen Wochenenddienst pro 4-6 Wochen, je nach Anzahl der Unterassistenten (UA). Dienst = OP Dienst, man muss binnen 20 min nach Anruf, umgezogen im OPs stehen und hilft dann den Chirurgen, Orthopäden oder wer gerade den diensthabenden UA benötigt. Im Schnitt wird man pro Wochenende ein-zweimal gerufen und bei jeden zweiten/dritten Nachtdienst. Häufig habe ich aber auch das gesamte Wochenende nichts gehört und an meiner Doktorarbeit geschrieben. Tipp, hinterlegt eure Handynummern bei den diensthabenden OP Pfleger, damit ihr auch außerhalb des Haustelefonempfangs euch aufhalten könnt. Z.b. im Spa einkaufen, spazieren gehen etc. Nachtdienst: von 18:00 bis um 08:00 am nächsten Tag. Keine Kompensation Wochenenddienst: Freitag 18:00-Montag 08:00, zwei freie Tage Kompensation (Fr und Mo am Wochenende danach!). Dienstplangestaltung wird durch Dr. Fabian Deichsel (Viszeralchirurgie) gemanagt und man bekommt immer seinen gewünschten Urlaub, auch kurzfristig. Die Organisation und Einführung ist super. Die Sekretäre sind verbindlich, hilfsbereit und kümmern sich bis dein Problem behoben ist. Die Rotation erscheint teilweise willkürlich, sodass ich z.B. 2 Wochen Viszeral, 3 Wochen Urologie,2 Woche Viszeral, 4 Wochen Notfall, 1 Woche Viszeral und 4 Wochen Orthopädie in dieser Reihenfolge durchlief. Ich denke dies ist den Zu- und Abgängen von Unterassistenten geschuldet die zwischen 4 Wochen bis 4 Monaten vor Ort bleiben und alle möglichst die 4 Abteilungen sehen sollen. Die Aufgaben, Ansprüche und Möglichkeiten sind pro Station sehr verschieden: Viszeralchirurgie Arbeitszeit Start: 7-7:30 bis 16:30 : +Das gesamte Spektrum ist vertreten: Appendektomie, Hernienchirurgie bis Whipple, Magenbypässen und in der Gefäßchirurgie von Venenstripping bis Aorten-Y-Interponaten. Man wird in die OPs als Assistent eingeteilt, kann aber jederzeit in jede OP gehen und mindestens zuschauen. Fragen sind kein Problem und werden immer beantwortet. +Auf Station macht man die Visite der AA mit und schreibt die Verläufe. Im Nachmittagsrapport stellt man die Patienten vor, die am nächsten Tag operiert werden. Leider kennt man die Patienten häufig nur aus den Akten, da der Eintritt meistens erst am OP Tag ist. +Man darf am Laparoskopie Trainer üben und z.B. eine Appendektomie oder Cholezystektomie simulieren /Sprechstunden, hier muss man selbst die Initiative ergreifen sonst verpasst man z.B. die bariatrischen Sprechstunden. -Leider untersucht man selbst kaum Patienten, bzw. es werden kaum Patienten untersucht. Urologie Arbeitszeit 7:30-18:00: + kleines Team, 2 AA und 4 OA + der Chef, super Stimmung, mit allen per DU + man wird gebraucht für die Neuaufnahmen: Anamnese+ körperl. Untersuchung + in Rücksprache Medikation verordnen + Vorstellung der Neuaufnahmen am Abendrapport + Da Vinci Ops sowie offene radikale Prostatektomien und das gesamte Spektrum der Urolithiasis, man kann überall dazukommen + sehr nette Pflege in der Ambulanz; hier lernt man Katheter legen etc. / weniger Aktion im OP, mehr zuschauen -lange Arbeitszeit von 7-18 Uhr Notfall: Frühschicht 7:00-15:00; Spätschicht 15:00-22:00: + viele spannende Fälle, es wird zwischen Chirurgischen und Inneren Notfällen unterschieden; unklares Abdomen, Frakturen, Flankenschmerzen, Rückenschmerzen, Verkehrsunfälle etc. + eigenständiges arbeiten erwünscht, d.h. Patientenaufnahme + Untersuchung + Rücksprache mit dem OA und Anmeldung weiterer Untersuchung oder Entlassung mit Rezept etc. +hatte ich noch Respekt vor einem Fall, hat man den mit dem AA zusammen bearbeitet + Dokumentation ist sinnvoll und macht Spaß / unterschiedliche Betreuung durch verschiedene AA Orthopädie: 7:15 bis 16:20: + nettes Team, flache Hierarchie + jeder ist interessiert euch etwas beizubringen (auch mir als geouteten „Internisten“) + viel OP Zeit, häufig darf man zunähen + man kann jederzeit in die Sprechstunden (Hand, Fuß, Hüfte, Knie, Schulter) und viel mitnehmen + man kann mit den Physiotherapeuten mitlaufen, wenn man möchte / Morgens kreuzt man die zu operierende Seite, fragt nach Allergien und Medikation und ob der Patient eine Behandlung auf der Intensivstation oder eine Wiederbelebung ablehnt oder wünscht. -wenig Patientenkontakt, keine richtigen Patientenaufnahmen, keine Untersuchungen die man selber durchführt Allgemein: Auf keiner Station hat man übermäßig gestresst gearbeitet. Im Gegenteil hatte man manchmal Stunden Zeit Dinge nachzulesen oder nach Bedarf irgendwo zuschauen zu gehen. In der Regel gibt es nach dem Morgenrapport erstmal Kaffee und Hörnchen. Die Tagesaufgaben kann man gut erledigen, sofern man nicht den ganzen Tag im OPs eingeteilt ist. Und am Ende des Tages gibt es nochmal Kaffee. Leider gibt es keine speziellen PJ Weiterbildungen, sondern "nur" die Teaminternen Weiterbildungen die auch spannend sind aber wenig auf das dritte Staatsexamen vorbereiten.

Bewerbung

Ich bewarb 1,5 Jahre vor PJ Beginn, zu empfehlen ca. 2 Jahre vorher und wieder kurz vor PJ Beginn. Kontakt: PLZ: 5404 Ort: Baden Straße: Im Ergel 1 Kontaktperson: Sabine Knecht; Stv. Direktionsassistentin Klinik Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchrirugie Telefon: +41 (0)56 486 10 50 Fax: +41 (0)56 486 30 09 eMail: sabine.knecht@ksb.ch Bewerbungsunterlagen: -Anschreiben, -Tabellarischen Lebenslauf, - Immatrikulationsbescheinigung, - Physikumszeugnis Zunächst erhielt man einen Fragebogen und später dann den Unterassistentenvertrag. Die Bewerbung für einen Platz im Wohnheim lief zeitgleich über Rita Steiner, Tel: +41 56 486 23 40, E-Mail: personalliegenschaften@ksb.ch, https://www.kantonsspitalbaden.ch/Ueber-uns/Betrieb/Hotellerie/Personalliegenschaften/index.html

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