PJ-Tertial-Bericht am Neurologische Akutklinik Bad Zwesten

Neurologie

Bad Zwesten, Deutschland · 8 Wochen · Station Neurologische Akutklinik · 03/2019 – 06/2019

Veröffentlicht am

1.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
415
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Meine Erfahrungen in der Neurologischen Akutklinik waren durchweg positiv und es war insgesamt ein tolles, lehrreiches und spannendes Tertial! Zum groben Tagesablauf (wie schon häufiger geschildert): morgens Blutentnahmen (falls man diese allein nicht schafft, ist es kein Thema, die Assistenten um Hilfe zu bitten), anschließend Übergabe auf der stroke unit (hier wird fast täglich auch ein kleiner Unterricht eingebaut) und Röntgenbesprechung. Anschließend visitiert man zusammen mit dem Oberarzt die eigenen Patienten. Im Tagesverlauf erfolgen dann Patientenaufnahmen, Untersuchungsanmeldungen, Rehaanträge, Braunülen, Briefe schreiben, Lumbalpunktionen (darf man selbst unter Aufsicht durch einen Assistenten durchführen) und 2x wöchentlich feste Fortbildungstermine. Dienstende ist um 16:30 nach einer erneuten Übergabe auf der stroke unit (wenn man zum Blut abnehmen früher kommt, darf man auch um 16 Uhr gehen, ich fand es aber immer sinnvoll, für die Übergabe zu bleiben). Ansonsten hat man viele Freiheiten und darf sich alles, was einen interessiert, gerne anschauen. Außerdem kann man immer Dienste mitmachen, hierbei darf man sogar das Diensttelefon übernehmen, was ich mir leider nicht zugetraut habe. Es gibt zwar keine Studientage, aber falls man mal früher gehen muss oder erst später kommen kann, ist das kein Problem. In der letzten Woche habe ich komplett Freiraum zum hospitieren bekommen, was ich total super fand, da ich so in die Ergo-, Physio- und Sprachtherapie reinschnuppern konnte, was meiner Meinung nach sehr sinnvoll, aber nur selten möglich ist. Was für mich dieses Tertial so besonders gemacht hat, ist, dass man sofort als vollwertiges Teammitglied aufgenommen wird, sowohl von pflegerischer, ärztlicher als auch therapeutischer Seite. Das bedeutet, dass man für die eigenen Patienten auch wirklich komplett zuständig ist und dass sich Pflegepersonal und Therapeuten bei jeglichen Fragen immer an den behandelnden PJler wenden. Auch in der Visite tritt man als behandelnder Arzt auf, kann sich bei Fragen jedoch immer an den Oberarzt wenden, der mit in das Zimmer kommt, sich aber größtenteils im Hintergrund hält und nur "einschreitet", wenn etwas schief läuft. Genauso läuft es bei Angehörigengesprächen oder Diagnosemitteilungen: man darf diese Gespräche komplett selbstständig führen, wenn man sich etwas nicht zutraut kommt einem der Oberarzt aber immer zur Hilfe. Durch diese Verantwortung für die Patienten habe ich unglaublich viel gelernt und gleichzeitig viel Selbstvertrauen im Patientenkontakt erlangt. Ansonsten kann man auch die anderen Ärzte und die Pflege immer um Hilfe bitten, ohne dass jemand genervt oder gestresst reagiert. An sich gibt es zwei PJ-Plätze, leider war zu meiner Tertialzeit der zweite Platz nicht besetzt, was ich sehr schade fand. So kann es unter der Woche für Leute, die nicht (wie ich) aus der Gegend kommen, vielleicht etwas einsam werden. Ich denke aber, das ist es wert und man kann ja am Wochenende nach Hause fahren :) Insgesamt hat die Neurologische Akutklinik meiner Meinung nach den ursprünglichen Sinn des PJs verstanden und umgesetzt, nämlich dass es darum geht, den Studenten alle ärztlichen Aufgaben unter enger Aufsicht beizubringen. Dazu kommen die sehr fairen Konditionen, unter denen man arbeitet (415€ + kostenlose Wohnung und Arbeitskleidung), was das Tertial in Bad Zwesten absolut empfehlenswert macht.
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