PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Baden

Gynäkologie

Baden, Schweiz · 8 Wochen · Station Gyn-Station, Gyn-OP, Wochenbett, Gebärsaal, Notfall · 04/2019 – 06/2019

Veröffentlicht am

4.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 4
Unterricht 4
Betreuung 4
Freizeit 5
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1300
Gebühren
300-500

Erfahrungsbericht

Ich habe mich sehr auf mein Praktikum in Baden gefreut, da ich mir eigentlich gut vorstellen konnte langfristig die Richtung der Gynäkologie/Geburtshilfe einzuschlagen. Es war meine letzte von 5 Stellen und ich konnte mich vorher mit den Stellen wirklich glücklich schätzen, hatte bereits viel gelernt und jeweils in super netten Teams gearbeitet. Leider wurde ich von der Stelle in Baden enttäuscht. Man bekommt Anfang des Monats einen fixen Arbeitsplan. Als Uhu ist man wochenweise entweder auf der Gyn-Station + Gyn-OP, im Wochenbett oder im Gebärsaal (+Notfall, wenn auf den anderen Stationen wenig läuft; leider selten) eingeteilt. Generell arbeitet man von 7:30 bis ca. 17:30 Uhr, meistens schafft man es mittags 30 min Pause zu machen. Man hat pro Monat 2 Ferientage, die nach Absprache mit den anderen Uhus frei wählbar sind. Min. 6x pro Monat hat man Bereitschaftsdienst von 17-8 Uhr, an welchen man zur 2. Assistenz (d.h. Haken halten) zu Sectios gerufen wird. Einmal pro Monat hat man Wochenenddienst, an welchem man auch von Fr auf Sa und Sa auf So bzw. Sa auf So und So auf Mo Bereitschaftsdienst hat. In dieser Woche arbeitet man also 7 Tage im Frühdienst und 3x Bereitschaftsdienst. Die Bereitschaftsdienste bekommt man weder finanziell noch zeitlich kompensiert. Während der Bereitschaftsdienste wird man ca. 2 von 3 mal gerufen. Wenn man nachts gerufen wird und Glück hat, darf man am nächsten Tag 30-60 min später kommen. Gewisse Assistenzärzte antworten einem auf die Frage, ob man nachmittags gegen 16:30/17 Uhr gehen darf, wenn man z.B. nachts zur Sectio gerufen wurde oder einen Termin hat mit "gewöhn dich dran, das ist der Job, den du dir ausgesucht hast".... Man erhält als Uhu selten ein Dankeschön, weder Wertschätzung noch Anerkennung für die getane Arbeit. Die meisten Assistenzärzte geben einem das Gefühl, man sei für sie eine Bürde und man fühlt sich nicht ins Team integriert. Von dir wird meistens als "der Uhu" gesprochen und nicht dein Name genannt. Gelernt habe ich leider weniger als erwartet. Vielleicht war ich auch (was das Team und Teaching anbelangt) vorher mit den anderen Stellen zu verwöhnt, ich würde jedenfalls für nächstes Mal definitiv ein anderes Lehrkrankenhaus wählen und kann die Stelle leider nicht weiter empfehlen. Natürlich gibt es glücklicherweise auch immer Ausnahmen! Die Aufgaben als Uhu: - administrativ: elektive Eintritts- und Austrittsbreichte vorbereiten, Verlaufseinträge schreiben - je nach Assistenzarzt und deinem Vorwissen: Nierensonographie und Restharnbestimmung, teilweise darf man Biometrien bei Schwangerschaftskontrollen machen (dran bleiben - nachfragen - zeigen lassen - selber machen!) - OP-Assistenz bei gynäkologischen OPs und Sectios (hauptsächlich Haken halten, Nähen darf man je nach Arzt 3-4 mal in 2 Monaten) - bei Spontangeburten anwesend sein (nur wenn keine Hebammenschülerin anwesend ist, was leider selten vorkommt; ich habe in 2 Monaten 4 Spontangeburten gesehen), Nabelschnur-pH messen - ich durfte drei Mal eine Spekulumeinstellung machen, einmal bimanuell untersuchen und einen vaginal Swap machen - Teilnahme an täglichen Morgen- und Abendrapporten, sowie Fortbildung 2x/Woche

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