PJ-Tertial-Bericht am Spital Maennedorf

Allgemeinchirurgie

Maennedorf, Schweiz · 8 Wochen · Station Viszeral- und Unfallchirurgie · 09/2018 – 11/2018

Veröffentlicht am

2.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 4
Klinik insgesamt 2
Unterricht 5
Betreuung 4
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Zunächst das Positive: Ich hatte eine tolle Zeit in Männedorf! Das lag vor allem hieran: - Kostenloses Personalwohnheim mit toller Terasse mit Blick auf den See und die Berge, wo man abends super grillen kann (5 Minuten zu Fuß zum See zum baden) - Spitaleigenes Motorboot! - Tolle Lage für Ausflüge in die Schweizer Berge - Wir waren eine tolle Gruppe an deutschen Unterassistenten, die alle im Wohnheim gewohnt haben und viel miteinander unternommen haben - Die Organisation im Spital Männedorf ist sehr gut. Man erhält zu Beginn (wenn man am ersten Montag des Monats beginnt) eine zweitägige Einführung (man muss nicht seinem Badge, Essenskarte oder Kleidung hinterher laufen) - Eigenes Unterassistentenbüro, wo man einfach mal mit den anderen Unterassistenten die Füße hochlegen und ein Vermicelle essen kann - Sehr gute und nicht zu teure Personalkantine mit Sonnenterasse direkt am See - In der Aufnahme konnte man - wenn sehr viel lernen (wenn man bereit ist selbstständig zu arbeiten) - Viele nette Assistenzärzte und Pflege im Spital - Es herscht ein sehr nettes Miteinander zwischen Assistenzärzten und Unterassistenten - teilweise ist man abends zusammen weggegangen oder hat zusammen gegrillt Negativ war: - Keinerlei Teaching am Spital - die Unterassistenten sind als reine Dienstleister eingestellt - Teilweise sehr unfreundliche Operateure - insbesondere einige der vielen Belegärzte - Meistens wird man im OP nur angeschwiegen (was noch die bessere Variante ist) oder man erlebt einen der vielen Ausraster der Operateure, oder es werden plötzlich Fragen gestellt, wo man das Gefühl hat, dass sie nur darauf abzielen den PJler zu demütigen (völlig zusammenhanglos werden anatomische Strukturen gefragt, um dann in der dritten Person über den Unterassistenten abzulästern, wenn er es nicht weiß) - Insbesondere der Chefarzt ist eine sehr schwierige Persönlichkeit. Mehr als einmal wurde ich nicht nur Zeuge einer seiner vielen Ausraster sondern auch selber Opfer (prinzipiell spricht er hauptsächlich in der dritten Person von Anwesenden - was dazu führt, dass man sich nicht von ihm angesprochen wird und nicht immer direkt auf seine Befehle reagiert - dies hat mir einmal fast einen Faustschlag ins Gesicht eingebracht - ich glaube lediglich der Verlust der Sterilität hat ihn davon abgehalten) - Man darf im OP so gut wie nichts machen - das gilt aber nicht nur für die Unterassistenten - Assistenzärzte lernen in der Schweiz/im Spital Männedorf erst sehr spät operieren. Sehr selten darf man einmal zunähen. - Wenn man nicht im OP Haken hält oder in der Notaufnahme eingeteilt ist (insgesamt etwa ein Drittel der Zeit) muss man Eintritte anlegen (Patienten oberflächlich untersuchen und befragen und das ins Patientendokumentationssystem einpflegen) - auf Station ist man eigentlich nicht (außer bei der Visite, wenn man den Laptop hinter den Ärzten herschieben soll und das besprochene einträgt) Insgesamt war es eine sehr sehr schöne Zeit, was aber an den Mit-PJlern und der tollen Lage von Männedorf lag. Im Spital habe ich nicht viel gelernt.

Bewerbung

Ich habe mich etwa 12 Monate vorher beworben - andere Mit-PJler hatten sich erst später beworben und auch noch einen Platz erhalten. Insbesondere in der Chirurgie hat das Spital Männedorf immer einen sehr hohen Bedarf an Unterassistenten.
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