PJ-Tertial-Bericht am Kinderkrankenhaus auf der Bult

Pädiatrie

Hannover, Deutschland · 8 Wochen · Station Allgemeinpädiatrie (inkl. Diabetologie, Anorexie, Allergologie, Dermatologie), Neuropädiatrie, Neonatologie, Kinderchirurgie · 11/2018 – 03/2019

Veröffentlicht am

1.20
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
336 €

Erfahrungsbericht

Für jemanden, der Interesse und Freude an der ganzen Bandbreite der Pädiatrie hat, ist ein Tertial im Kinderkrankenhaus auf der Bult nur zu empfehlen: + eigener ORBIS-Zugang mit vorheriger Schulung und dezidiert freigeschalteten Funktionen (so ist es bspw. möglich, Befunde einzusehen, Briefe & Dekurse zu formulieren; wohingegen das Ansetzen von Medikamenten nicht möglich ist - das gibt PJ-lern die Sicherheit, nicht ausversehen etwas anzuklicken und eine Fehlerkette in Gang zu setzen!) + Namensschild, eigener Spind, Generalschlüssel für bspw. Seminarräume, Essensmarken + vorab durchstrukturierter Rotationsplan, der aber flexibel zu gestalten ist - Einsätze in der HNO, KJP, Chirurgie,... sind nach Wunsch und Absprache möglich + regelmäßiger, qualitativ hochwertiger PJ-Unterricht 1-3x / Woche + 1x / Monat Fallbesprechungen (orientiert am Fallbuch von M. Kreckmann) mit Prof. Christen --> das trainiert ungemein für die mündliche Prüfung! + freundliches Team aus Assistenzärzten, die bereitwillig erklären, zeigen, "machen lassen", Feedback geben + vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten: Abendliche Fortbildungen, 2x/Woche Journal Club, vergünstigte/kostenlose Teilnahme an Tagungen + Möglichkeit, Spät- und Nachtdienste mitzumachen + auf Nachfrage ist die Hospitation bei den Oberärzten in den Funktionen (zB Gastro-/Coloskopien) oder Sprechstunden möglich + 3-4 Wochen Einsatz in der Notaufnahme, dort steile Lernkurve! + 3-4 Wochen Einsatz in der Neonatologie: U2s noch und nöcher, Hüft-Sonos, Erstversorgung von Neugeborenen, ausgesprochen liebes Team --> sehr lehrreich! - durch die schnellen Rotationen (teils ist man nur für 1-2 Wochen auf einer Station) fällt es manchmal schwer, richtig "anzukommen" und eigenständig Patienten zu übernehmen. Andererseits: Nur auf diese Art und Weise lernt man die Bandbreite, die die Bult bietet, kennen und schätzen! - Luxusproblem: das Essen auf der Bult lässt sehr zu wünschen übrig. Empfehlung: Essen selber mitbringen und in der Mikrowelle der Kantine aufwärmen. Tagesablauf: 08.00 Beginn (Frühbesprechung), 12.30 Uhr Mittagsbesprechung (Mo, Mi, Fr: Röntgenbesprechung, Di + Do: Fortbildung/Journal Club), danach gemeinsames Mittagessen. 16.30 Uhr Feierabend. Ausnahme: Blutentnahmedienst (PJler wechseln sich ab): Bereits um 07.00 Uhr da sein, dem Nachtdienst mit den Blutentnahmen und Antibiosen helfen (nach vorheriger Einweisung!), und um 15.00 Uhr gehen dürfen. --> Es gibt kein besseres Training, um bei Kindern das Stechen zu lernen! Fazit: Die Anforderungen an PJler mögen auf der Bult höher sein als an anderen Kliniken - die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ist explizit gewünscht, früher Feierabend ist selten - ABER: Man kriegt eben auch viel (s.o.) geboten. Für ernsthaft Pädiatrie-Interessierte genau das Richtige!
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