PJ-Tertial-Bericht am UniversitaetsSpital Zuerich (USZ)

Urologie

Zuerich, Schweiz · 8 Wochen · Station G und H · 08/2018 – 11/2018

Veröffentlicht am

1.93
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 5
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
910

Erfahrungsbericht

Ich war insgesamt mit meiner Unterassistenz zufrieden, habe vor allem in Bezug auf Ultraschallskills und Stationsarbeit einiges gelernt. Als Unterassistent arbeitet man in der Schweiz etwas selbstständiger als man es in Österreich oder in Deutschland als KPJ-Student gewohnt ist, was einerseits vor allem am Anfang etwas stressig sein kann, andererseits eine gute Vorbereitung für den späteren Beruf ist. Ich habe Glück gehabt, dass ich durch eine sehr engagierte Unterassistentin mit viel Urologiewissen eingeführt wurde. Für mich als eher internistisch interessierten war Urologie im USZ eine sehr gute Wahl für ein chirurgisches Tertial. Wenn man auch operativ mehr interessiert ist, ist man auf mehr Eigeninitiative angewiesen, wenn man aber die vorrangige Arbeit (Aufnahmen+Stationsarbeit) macht, wird gerne gesehen, wenn man im OP zuschaut oder assistiert und man bekommt auch einiges erklärt. Das grösste Minus war, dass es in meiner Zeit keinen für die Unterassistenten offiziell zuständigen Oberarzt gab, allerdings konnte dies durch das Engagement der erfahreneren Unterassistentin und mancher Assistenzärzte zum Teil kompensiert werden. Der Alltag verläuft wie folgt: 7:15 Visite (man geht mit einem Assistenzarzt mit, bekommt eventuell kleine Aufgaben für später, z.B. Ultraschalluntersuchungen wie Restharn- oder Nierensono). Danach Morgenrapport. Danach Stationsarbeit, evtl. kann man im OP zuschauen oder assistieren, manchmal wird man auch zum Assistieren angerufen. Ab 11:00 kommen die Patienten zur Aufnahme, in der Regel cca 2-3 Patienten pro Unterassistent. Man erhebt die Anamnese und untersucht die Patienten körperlich, macht bei jedem Patienten einen Ultraschall (je nach Fragestellung: Nieren, Harnblase, Hoden); bei der Aufnahme sollte man besonders auf die präoperativen Risikofaktoren (z.B. Harnwegsinfekt, Blutverdünnung, etc.) achten. Die Aufnahme dokumentiert man und stellt sie beim Nachmittagsrapport vor. Danach (je nach Wochentag) Chefarztvisite, Tumorboard oder eine Fortbildung. Man muss als Unterassistent keine Nacht- oder Wochenenddienste machen. Das Essen im USZ ist unglaublich schlecht und teuer, ich habe ab der zweiten Woche nur bestrichene Brote von zu Hause mitgenommen. Falls man abnehmen will, ist es allerdings nicht so tragisch :D Zürich ist eine super Stadt, man kann viele Ausflüge mit dem Velo machen, das Kulturangebot ist auch sehr ansprechend. Kleiner Tipp: Ich kann sehr empfehlen, bei Möglichkeit auf die Station G zu gehen! Die Pflege dort ist sehr kompetent und sehr nett, der Patientenumsatz etwas höher (Wochenklinik, eher kleinere Eingriffe, vor allem Steinpatienten), aber die Krankheitsbilder etwas anschaulicher/weniger komplex.

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