PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Koeln

Dermatologie

Koeln, Deutschland · 8 Wochen · Station Station · 03/2018 – 06/2018

Veröffentlicht am

2.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 3
Freizeit 3
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Es gibt zwei Stationen: Normalstation (12.2) und Privatstation (12.1) mit überwiegend Privatpatienten. In unserer Rotation waren wir 5 Studierende. Je zwei gingen auf Station, eine in die Tagesklinik. Dienstbeginn: 8 Uhr Vormittags: - evtl. Viggos legen und Butabnahmen (meist hat eine Studentische Hilfskraft das übernommen) - Visite (Privatstation: ab spätestens 9 Uhr mit Chefin oder stellvertretender Klinikleitung ; Normalstation: nur Stationsärzte) - Patientenaufnahmen Mittagsbesprechung ("MiVi"): 12 Uhr mit allen Ärzten der Klinik, Patientenvorstellungen meist aus der Poliklinik, Schulung von Blickdiagnosen, danach gemeinsames Mittagessen Nachmittags: - zweite Visite (Normalstation: 13 Uhr mit dem OA, Privatstation ca. 15 Uhr mit dem OA.), - restliche Patienten aufnehmen, Briefe anlegen Dienstende: auf Normalstation ca. 16/16:30 Uhr oder früher, auf der Privatstation durch die zweite Visite fast immer deutlich später. Die Assistenten dort bleiben auch viel länger und teilweise erwarten sie, dass man als PJler Überstunden macht. zwischendurch am Tag: Wunddebridement, Hautstanzen oder -biopsien, Flexülen, Mykokulturen, Blutkulturen, Hausärzten o.ä. hinterhertelefonieren, Nichtärztliche Botengänge Die meiste Zeit verbringt man auf Station. Gegen Tertialende rotiert man, sodass alle gewünschten Bereiche abgedeckt werden können und ein guter Überblick über die Derma geboten wird: Allergiesprechstunde (entspannt . Anamnese, Allergietests - Ärzte haben Zeit zu erklären) Hauttumorsprechstunde (v. a. Tumornachsorge. Hier lernt man die systematische! Untersuchung der Haut, viel Dermatoskopie) Poliklinik (sehr spannend und großer Lerneffekt, hier wäre ich gerne länger geblieben. man kann ein eigenes Arztzimmer betreuen, d.h Patienten aufrufen+ Anamnese+ Untersuchung+ in Absprache mit den Ärzten Entscheidung des weiteren Procederes.) OP (sehr nette OP-Schwestern, Ärzte erklären gerne auf Nachfrage, man darf mit am Tisch stehen und ggf. nähen) Lichttherapie Auf Station lernt man anfangs schnell, eigenständig zu arbeiten. Nach ein paar Wochen bekommt man dann aber das Gefühl, dass man nur noch die Aufnahmen und Briefe abarbeitet und dabei nichts mehr lernt. Die aufgenommen Patienten können selbst vorgestellt werden auf der Visite, was eine gute Übung für das mündliche Stex ist. Auf Visite findet wenig bedside teaching statt- selten gibt es kleine Wissensabfragen durch die Chefin oder Vertreter. Die OA (nach meinem Tertial gab es auf der Normalstation einen Wechsel) waren beide sehr nett - Erklärungen auf Nachfrage immer gerne. Die Assistenten bleiben max. 1,5 Jahre auf Station. Daher ist meist einer von den drei Ärzten pro Station ein Anfänger und muss sich selbst erst einfinden. Besonders auf der Privatstation ist zusätzlich soviel Arbeit, dass selten Zeit ist für Erklärungen seitens der Assistenten. Leider hat man als PJler so viele Aufgaben, dass man die eigenen aufgenommen Patienten nach der Aufnahme aus den Augen verliert und außer auf Visite nicht mitbekommt, wie der weitere Verlauf ist. Wenn die Assistenten die neuen Befunde besprechen, sind die PJler immer voll beschäftigt. Daher übernehmen die Assistenten im Verlauf auch die Vorstellung auf Visite. Der PJ-Unterricht sollte regulär 1x/Woche stattfinden. Unterm Strich war es eher alle 3-4 Wochen, dann aber sehr gut. Auch hier gab es einen Wechsel und die neue PJ-Beauftragte ist engagierter. Zusammenfassung: Die Hierarchie in der Derma UK Köln (Leitungsebene vs Rest) ist stark ausgeprägt, was nicht jedermans Sache ist. Die Assistenten sind jung und ausgesprochen nett und sofern sie Zeit haben, erklären sie gerne. Man kann viele Bereiche der Derma durch die Rotationen kennenlernen und lernt selbstständiges Arbeiten. Guter PJ-Unterricht. Leider wurde von verschiedenen Seiten suggeriert, dass man sich sehr anstrengen sollte im PJ (inkl. Überstunden), wenn man später einen der begehrten Derma-Stellen bekommen möchte. Dies schafft eine unangenehme Konkurrenzstimmung, von der sich unsere Rotation zum Glück nicht großartig beeinflussen hat lassen.

Bewerbung

Vergabeverfahren der Uniklinik Köln. Fristen siehe Homepage.

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