PJ-Tertial-Bericht am Inselspital Bern

Thoraxchirurgie

Bern, Schweiz · 8 Wochen · Station Thoraxchirurgie · 07/2018 – 09/2018

Veröffentlicht am

1.20
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Ich habe zwei Monate meines Chirurgietertials in der Thoraxchirurgie am Inselspital verbracht. Davor war ich zwei Monate in der Allgemein-, Kinder- und Unfallchirurgie in Deutschland, Thoraxchirurgie war somit eine gute Ergänzung für mich. (Ich würde jedem empfehlen, nicht die komplette Zeit in einem spezialisierten chirurgischen Fach zu verbringen, sondern durch mehrere chirurgische Gebiete zu rotieren). Zum Arbeitsalltag als Unterassistent gehören unter anderem die präoperative Abklärung von Patienten, Statuserhebung bei Eintritten, Mithilfe im OP, Patientenvorstellung beim Rapport, Visite, Berichte schreiben, Thoraxdrainagen ziehen, Begleiten von Ärzten zu Notfällen und zu externen Patienten, etc. Bei Interesse besteht auch die Möglichkeit, Montag-Nachmittag am Tumorboard teilzunehmen, dies ist jedoch keine Pflicht. Bei der Aufgabenverteilung spricht man sich meist mit den anderen Studenten und den Assistenten auf Station ab. Zum operativen Spektrum gehören hauptsächlich Lungenoperationen (minimalinvasiv oder offen), aber auch Portimplantationen, Rippenstabilisationen, Trichterbrustkorrekturen, Mediastinoskopien, Brustwand-OPs, Da-Vinci-assistierte Thymus- und Erstrippenresektionen usw. Wenn man sich gut einbringt, darf man viel eigenständig machen, auch im OP. (Natürlich kommt es auch immer auf das eigene Engagement an und wie viel man sich selbst zutraut, wie bei jedem anderen Praktikum auch!) Das Team ist nicht übermäßig groß und dementsprechend kennt man schnell alle. Ich kam mit allen (Oberärzten, Assistenten, Mitstudenten) gut aus. Sogar in stressigen Phasen haben alle ihren Humor behalten. Es fand sich immer Zeit für gemeinsames Essen oder mal einen Kaffee – die Stimmung war sehr familiär und am Ende fiel es mir richtig schwer, wieder zu gehen. Die meisten haben sich bemüht, den Studenten auch etwas beizubringen. Insbesondere einer der Ärzte hat sich beinahe täglich mit uns zusammengesetzt und Patientenfälle durchgesprochen – vor Allem komplexere onkologische Fälle konnte man so besser nachvollziehen. Ein offizielles Studentenseminar wird nicht angeboten. Dafür gibt es interne Fortbildungen und Vorträge, die in unterschiedlicher Frequenz stattfinden. Das einzige negative Erwähnenswerte an meiner Zeit dort war, dass wir teilweise zu viele Studenten auf einmal waren. Gelöst haben wir das Problem dadurch, dass manche von uns (freiwillig) am Wochenende kamen und dafür unter der Woche kompensierten. In der Regel ist die Anzahl der Studenten jedoch geringer und die Aufgabenverteilung somit auch gut geregelt. Insgesamt hat mir die Zeit dort sehr gut gefallen! Man muss dazu sagen, dass ich sowohl an chirurgischen Fächern als auch an Onkologie interessiert bin und das ganze somit thematisch sehr gepasst hat. Wer Interesse zeigt und mitarbeitet, der lernt auch einiges. Die Zeit in Bern war toll, sowohl die Klinik als auch die Freizeit betreffend (Aareschwumm im Sommer ist Pflicht!) und ich würde jederzeit wieder mein Praktikum dort verbringen. (Zum Wohnheim kann ich leider nichts sagen, da ich mir für meine Zeit in Bern privat eine Unterkunft in einer WG organisiert hatte. Eine Unterkunft im Wohnheim ist jedoch recht einfach zu beantragen, soweit ich das von anderen Studenten mitbekommen habe.)

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