PJ-Tertial-Bericht am Oberschwabenklinik

Pädiatrie

Ravensburg, Deutschland · 8 Wochen · Station Normalstation, Intensivstation, Notaufnahme · 01/2018 – 03/2018

Veröffentlicht am

2.67
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 3
Unterricht 2
Betreuung 4
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
649
Gebühren
300-350

Erfahrungsbericht

Die Pädiatrie in Ravensburg hat zwei Normalstationen - aufgeteilt nach Patientenalter - ,eine Intensivstation für die Frühchen und besonders kranken Kinder, sowie eine eigene pädiatrische Notaufnahme. Es ist vorgesehen, dass die PJ-ler über beide Normalstationen und durch die Notaufnahme rotieren. Von wann bis wann man jeweils wo bleibt, ist einem jedoch selbst überlassen. Man kann sich dann auch eine Woche auf der Intensiv oder im Sono organisieren. Auf den Stationen kamen wir zu meiner Zeit ganz schön ins Straucheln die Visite vor 12 Uhr (denn da ist die Mittagsbesprechung) abzuarbeiten. Deswegen fiel die Lehre dort aufgrund von Zeitmangel auch ziemlich unter´n Tisch. Am Nachmittag mussten dann noch Untersuchungen angemeldet, einzelne Dinge von der Visite abgearbeitet und Briefe geschrieben werden. Das Pflegeteam ist sehr nett und wertschätzt die Studenten. Die Rotation auf die Intensivstation, habe ich als besonders spannend empfunden. Das Pflegepersonal ist manchmal etwas verhalten, die meisten Schwestern ließen sich aber dann doch für einen gewinnen. Beim Stationsalltag blieb es jedoch vor allem beim Beobachten, weil man sich in diesem Arbeitsfeld nur wenig helfend einbringen kann. Die Notaufnahme war für mich die spannendste aber auch aufreibendste Zeit. Hier konnte/musste man eigenverantwortlich arbeiten: Anamnese erheben, Untersuchungen durchführen, Blut abnehmen, Untersuchungen/Bildgebung anmelden und sich das weitere Procedere überlegen. Jedes Kind muss dann aber noch mal von einem Oberarzt gesehen werden. Leider war man jedoch die meiste Zeit allein und musste einige Zeit warten, bis der Oberarzt das nächste mal kam. Dann war auch selten Zeit die Patienten und das weitere Procedere miteinander zu besprechen, weil der Wartebereich schon wieder aus allen Nähten platzte. Aufgrund der fehlenden Rückmeldung, hatte ich auch auch nicht unbedingt das Gefühl, eine wirkliche Lernkurve hingelegt zu haben. Vieles musste man sich dann eben doch im Eigenstudium anlesen. Bei Unsicherheiten bei Auskultations- oder Inspektionsbefunden, half einem das natürlich aber auch nicht weiter. Anfangs fühlte ich mich heillos überfordert, weil ich einfach ins kalte Wasser geschmissen wurde und noch nicht wusste wie der Hase läuft. Gegen Ende meiner Zeit, wusste ich dann wie die Oberärzte das ein oder andere handhaben und hab mir dann - mangels Anwesenheit eines Arztes - auch eher mal zugetraut, selbst Entscheidungen zu treffen. Das Team dort ist super nett und ich hab mich vom ersten Tag an gut aufgenommen gefühlt. Schade fand ich, dass es quasi keine Rückmeldung gab. Man kommt und man geht und die wenigsten interessiert das. Dabei ist das Team in der Pädiatrie alles andere als groß und unübersichtlich. Gerade nach einer wirklich turbulenten und arbeitsreichen Zeit, hätte es mich gefreut, wenn sich die Zeit für ein Feedback genommen worden wäre, um zum einen mal Wertschätzung dafür zu erfahren, was die Studenten gerade in der Notaufnahme leisten, und zum anderen um konstruktive Kritik zu bekommen. Viele, die ein Tertial in der Pädiatrie verbringen, spielen schließlich mit dem Gedanken, auch später in die Kinderheilkunde zu gehen. Da hätte ich es nützlich gefunden, noch ein paar Anregungen mit auf den Weg zu kriegen.

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