PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Fulda

Chirurgie

Fulda, Deutschland · 8 Wochen · Station Rotation durch Allgemien- und Viszeralchirurgie (7 Wochen), Orthopädie/Unfallchirurgie (7 Wochen) und Gefäßchirurgie (2 Wochen)) · 03/2018 – 06/2018

Veröffentlicht am

3.73
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 4
Unterricht 4
Betreuung 5
Freizeit 4
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400

Erfahrungsbericht

Zunächst muss man zur Ehrenrettung des Tertials erwähnen, dass die 2 Wochen in der Gefäßchirurgie wirklich sehr gut waren. Es war ein kleines, sehr nettes Team. Man wurde sofort gut aufgenommen, jeder kannte einem beim Namen und man war nicht nur "der Student". Alle vom Chefarzt bis zum Assistenzarzt waren sehr engagiert und haben einem viel gezeigt. OP war freiwillig. Man konnte bei Eingriffen, die einem interessiert haben, assistieren und wurde nicht zum Haken halten bei immer den selben Eingriffen missbraucht. Auf der Station musste man kaum Blut abnehmen / Nadeln legen, und man hat sehr viel über Wundversorgung bei chronischen Wunden (viele pAVK-Patient) gelernt. Alles in allem sehr gut. Nun zu den insgesamt 14 Wochen in der Allgemein-und Viszeralchirurgie und Orthopädie/Unfallchirurgie. Man wurde überhaupt nicht gewertschätzt als PJler. Die wenigsten haben einem beim Namen gekannt obwohl man sich vorgestellt hatte. Man war einfach nur "der Student". Es gab einen PJ-Funker, über den man ununterbrochen angepiept wurde, um in den OP zu kommen bzw. auf Station Blut abzunehmen. Das waren auch die Haupttätigkeiten: OP und Blut abnehmen / Nadeln legen auf Station. Mit auf Visite gehen, Pat. aufnehmen, Pat. untersuchen in der Ambulanz waren eher die Ausnaheme. Es war den meisten völlig egal, ob man etwas lernt oder nicht, Haupsache man hält Haken und macht die Blutabhnahmen. Im OP war meist eine sehr schlechte Stimmung. Man wurde wahlweise von der OP-Pflege oder den Operateuren angeschnauzt, wenn man nicht schnell genug nach dem "anfunken" erschienen ist oder es gewagt hat, zu fragen ob man essen darf. Durch den häufigen Einsatz im OP bin ich an einigen Tagen gar nicht zum Essen gekommen und den PJ-Untericht konnte man meist auch nicht besuchen. An einzelnen Tagen musste ich bis nach 19 Uhr bei Arbeitsbeginn um 07:15 bleiben, weil man beispielsweise ab 12 Uhr für acht stunden im Whipple-OP stand, nachdem man den kompletten Vormittag Blut abgenommen hatte. Nach so einem Einsatz für gerade mal 400 Euro im Monat kam nicht mal ein Danke, wenn mann dann gegen 20 Uhr aus dem OP entlassen wurde. Auf der Station war sehr viel Blut abzunehmen. An einigen Tagen war ich in der Unfallchirurgie alleine für alle Blutabnahmen auf drei Stationen. Insgesamt wurde man in der Allgemein und- Viszeralchirurgie und der Orthopädie / Unfallchirurgie einfach nur als billige Arbeitskraft ausgebeutet. Das war wirklich schade, vor allem weil man in der Gefäßchirurgie gesehen hat, dass es auch anders geht.
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