PJ-Tertial-Bericht am Hadassah Mt. Scopus Medical Center

Allgemeinchirurgie

Jerusalem, Israel · 8 Wochen · Station Allgemeinchirurgie · 12/2017 – 04/2018

Veröffentlicht am

2.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Gebühren
50 $ pro Woche

Erfahrungsbericht

Das Mount Scopus-Krankenhaus ist die ältere der beiden Unikliniken in Jerusalem und liegt im Osten der Stadt, welcher von '48 - '68 unter jordanischer Herrschaft stand. Daher sind Personal und Patienten intetessanterweise ethnisch sehr divers, wobei die Leitung des Hauses klar in israelischer Hand liegt. Die Umgangssprache ist das Hebräische, welches auch die arabischen Kollegen gelernt haben. Das ist auch die Hauptschwierigkeit, denn es ist zwar ausgewiesen, dass Englischkentnisse für ein Praktikum in der Chirurgie ausreichen und tatsächlich spricht das gesamte Personal Englisch. Im Klinikalltag wird aber nur auf Nachfrage übersetzt, was es für Studenten, die des hebräischen nicht mächtig sind (ich hatte immerhin im Vorfeld einen A2-Kurs gemacht), sehr schwer macht, viel mit zu bekommen. Die Visiten sind sehr zügig, sodass auch kaum die Zeit bleibt sich von einem der studentischen Kollegen etwas übersetzen zu lassen, zudem laufen ca. 10 Leute durch die eher kleinen Zimmer, sodass man auch nicht unbedingt etwas sieht. Auf hebräisch ist die Lehre wohl sehr gut, es gibt mindestens einmal pro Woche ein Seminar. auf Station helfen kann man als nicht-Jebräer kaum, denn die Patienten sprechen nur selten Englisch und die Akten sind zum Großteil auf Hebräisch. Die Ärzte beantworten Fragen, wenn sie Zeit haben, das ist aber nicht so häufig. Am besten verbringt man seine Zeit im Op, wo man immer zusehen und manchmal mitoperieren kann, die Anästhesisten sind häufig lehrfreudiger als die Chirurgen. Nachdem ich 6 Wochen lang erfolglos bemüht war, mich sinnvoll einzubringen, habe ich mich darauf beschränkt, von ca. 8.30 bis 14.30 uhr im OP zu sein und manchmal abends in der Notaufnahme mitzumachen, was man immer machen kann. Wenn ich mal nicht kam, weil ich etwas vor hatte, hat das nienanden gestört. Ich hatte nicht den Eindruck, dass man sich sehr um meine Integration bemüht hätte. Vielleicht ist man es von ausländischen Studenten auch gewohnt, dass sie nicht sehr am medizinischen interessiert und vor allem zum Reisen im Land sind. Das geht dann allerdings sehr gut. Anfangs habe ich immer nach freien Tage gefragt, das wird aber nicht erwartet. Der Chefarzt hat mich explizit ermutigt zum Reisen und immer mal nachgefragt, was ich schon gesehen habe. Sehr interessant war für mich der Kontakt mit den jüdischen und arabischen Ärzten und Studierenden, welche häufig offen und freundlich sind und wenn man Glück hat, wird man mal zu den Familien eingeladen. Ein Essen kostet 5$, ist aber gut und man kann essen, soviel man mag. Gut zu wissen: Die Studentenwohnungen für ausländische Studierende der Uni sind am alten Campus, wenn man dort wohnt fährt man zu Ein Kerem ca. 45 Minuten. Von Freitagabend bis Samstagabend fährt in Israel praktisch kein offentliches Verkehrsmittel (außer innerhalb Tel Aviv). Jerusalem ist natürlich interessant. Die Atmosphäre und das Kulturelle Angebot sind in Tel Aviv aber liberaler und vielseitiger. Ausflüge in die Westbank sind mit den Bussen vom arabischen Busbahnhof (Nähe Damaskus Gate) problemlos möglich, Pass und Visum immer mitnehmen zu reisen.

Bewerbung

3 Monate vor Beginn über das Bewerbungsportal der website.

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