PJ-Tertial-Bericht am Clemenshospital

Innere

Muenster, Deutschland · 8 Wochen · Station Allgemeine Innere, Lungen- und Bronchialheilkunde, Onko, Intensiv, Notaufnahme · 11/2017 – 03/2018

Veröffentlicht am

3.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 1
Betreuung 5
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
20€/Anwesenheitstag
Gebühren
-

Erfahrungsbericht

Ich möchte keine Innere machen, hatte mich aber trotzdem auf das Tertial gefreut, weil ich in dem Bereich noch nicht viel Erfahrung hatte und gehofft hatte, einen guten Einblick in Stationsalltag und Patientenbetreuung auf Station zu bekommen. Pros: - man rotiert in viele Bereiche (7 Wochen Allgemeine Innere, 4 Wochen Lungen- und Bronchial, 2 Wochen Onko, 2 Wochen Notaufnahme, 1 Woche ITS) - die Fortbildungen finden regelmäßig statt und sind wirklich gut (v.a. vom Chef der Inneren, in der Gyn) - in der Notaufnahme und in der Lungenabteilung macht man viele Aufnahmen und wird daher zügig schneller und entwickelt eine Routine - Frühstück und Mittagessen ziemlich regelmäßig möglich Contras: - während meines Aufenthalts wurde die Stimmung unter den Assistenten zunehmen schlechter, was sich auch auf die PJ'ler ausgewirkt hat: wenig Zeit zum Erklären, kaum (wenn dann nur albimäßig und sehr kurz) eigenen Patienten betreut, man wurde oft zur Visite "vergessen". PJ'ler hatten eigenes Arztzimmer (gut, weil man dann einen PC zum arbeiten hatte), dadurch hat man aber von der Patientenversorgung wenig mitbekommen und wurde v.a. für lästige Aufgaben (BE, Viggos, Demenztests, Fußbögen) angerufen. - auf Chefetage herscht z.T. ein noch sehr altmodisches Hierarchiebild - durch recht häufige Rotation muss man oft wieder von vorne mit Vorstellen etc. anfangen - v.a . in der Lungenheilkunde wird man den ganzen Tag für Viggos/BEs angerufen, rennt dann durchs ganze Haus, wirkt alles recht unpersönlich (irgendwo im Schwesternzimmer hängen ein paar Nummern von PJ'lern, die dann keiner kennt, die aber von allen dafür angerufen werden). Oft muss man sich dafür dann auch noch Material (z.B. Blutkulturen) von anderen Stationen zusammensuchen. Wenn man wenig an Innere interessiert ist, ist das Tertial ganz nett (man kann sich z.T. ganz gut aus der Arbeit rausziehen, 2x/Tag Essen gehen, die Seminare sind gut und fast jeden Tag). Möchte man aber was lernen, kann ich es nicht emfpehlen. Von Visiten habe ich wenig mitgenommen, ganz abgesehen mal davon, wie man einen Patienten längerfristig betreut. Es gab natürlich auch einige sehr nette, wirklich bemühte Ärzte, aber für viele ist man nur "der PJ'ler", was wahrscheinlich auch durch den hohen Durchsatz (4 pro Tertial, also meistens ist man dann zu acht) kommt und dadurch, dass die Struktur insgesamt so ist, dass der Laden ohne die PJ'ler (v.a. Aufnahmen, Blutentnahmen, Demenztests...) nicht läuft.

Bewerbung

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