PJ-Tertial-Bericht am Psychiatrische Klinik Lueneburg

Psychiatrie

Lueneburg, Deutschland · 8 Wochen · Station E33 (Entzug von illegalen Drogen), E31 (geschlossene Akutstation), E35 (Psychosen) · 03/2018 – 06/2018

Veröffentlicht am

2.93
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 3
Unterricht 6
Betreuung 2
Freizeit 3
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400

Erfahrungsbericht

Fazit: Geht so. Alle sind echt nett und viele sind auch sehr bemüht, aber man merkt, dass sie selten PJler haben und eigentlich nicht wissen, was sie mit uns anfangen sollen. Vor allem auf einer der Stationen saß ich den halben Tag nur herum, und das Doofe daran war, dass es eine elektronische Zeiterfassung gibt (ja, auch für PJler) und ich mich deswegen nicht getraut habe, ständig um 14 Uhr zu gehen. Beginn war immer um 8 Uhr, aber auf zwei von drei Stationen war es auch nicht schlimm, wenn man 5 - 15 Minuten später kam. Außer mir gab es in meinem Tertial keine PJler. Es gibt keinen festen Rotationsplan, was einerseits gut ist, weil man eigene Vorlieben angeben kann, aber andererseits ist das alles auch recht unsicher und frustrierend, wenn man nicht weiß, wie lange man auf einer Station bleibt. Es gab keinen PJ-Unterricht, ich konnte aber an den Fortbildungen für Assistenzärzte teilnehmen (mittwochs und freitags). Ich hatte einen Mentor bzw. PJ-Beauftragten, der sich insgesamt 3x mit mir getroffen hat und der war auch sehr nett und engagiert. Es gibt ein PJ-Wohnheim auf dem Gelände, wo auch die PJler des Städtischen Klinikums wohnen. Das ist auch echt schön da. Man kann gratis da wohnen und Küche und WCs werden netterweise geputzt. In dem Haus scheint die interne Kommunikation recht chaotisch zu sein. Erst durfte ich 7 Wochen lang nicht die Station wechseln (wobei das die langweiligste Station war), weil es angeblich so viele interne Umstrukturierung gegeben habe, sodass man auf den anderen Stationen keine Zeit für mich habe. Dann habe ich gewechselt und die Ärzte auf der neuen Station wussten gar nichts davon, dass ich dort anfangen sollte. Generell wusste kaum jemand, was man als PJler darf und was nicht. Die Patienten hatten meistens nicht so viel Lust, mit mir zu sprechen, weil ich ja keine wichtigen Entscheidungen treffen durfte (Medikamente, Konsile, Ausgang). Die Pflege wusste teilweise nicht mal, was ein PJ ist, aber ich muss zur Pflege sagen, dass die ausnahmslos super nett und hilfsbereit waren. Und die Personalabteilung hat anscheinend auch keinen Plan, was ein PJler ist. Zwei Monate vor Tertialbeginn sollte ich Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Steuernummer, Examenszeugnisse etc. pp. an die Klinik schicken, beglaubigt oder im Original -- warum auch immer. Und fast die Hälfte meiner vereinbarten 400 Euro Aufwandsentschädigung wurde "mit der Miete verrechnet" (was natürlich Quatsch ist, weil wir ja gratis in diesem Wohnheim wohnen sollten) und es hat ewig gedauert, bis ich das, gemeinsam mit meinem Mentor, aufgeklärt und das Geld bekommen hatte. Von den PJlern im Städtischen Klinikum hatte keiner dieses Problem. Blutentnahmen waren wenig, vllt. 5-10 pro Woche. Braunülen legen musste ich nur 3-4 Mal bei einer somatisch kranken Patientin. Insgesamt ändert sich im Moment sehr viel in der Klinik (viele Stationen ziehen um, ab Oktober 2018 soll es keine geschlossenen Stationen mehr geben). Bestimmt wird auch das PJ in nächster Zeit verbessert.

Bewerbung

Über die Website der Uni Hamburg, auch für Externe.

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