PJ-Tertial-Bericht am Hospital Escuela Oscar Danilo Arguello

Allgemeinchirurgie

Leon, Nicaragua · 8 Wochen · Station Allgemein Chirurgie,plastische chirurgie · 03/2018 – 06/2018

Veröffentlicht am

2.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 3
Unterricht 2
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Ein Tertial in der Chirurgie in Leon ist auf alle Fälle eine Erfahrung wert, es muss einem jedoch bewusst sein,dass man fachlich weniger lernen wird als in Deutschland. Alles kann, nichts muss. Der Tag beginnt um 6:45 mit der Frühbesprechung, hier finden regelmäßig Fallvorstellungen und Fortbildungen statt, die auch mal bis zu 2 Stunden dauern können,da alles bis in das kleinste Detail diskutiert wird. Man kann hier allerdings je nach Qualität des Vortrages und Spanischkenntnissen einiges mitnehmen, da über Anatomie, Pathophysiologie und Klinik alles wiederholt wird. Ein gutes Spanisch ist auf jedenfalls von Vorteil, man sollte sich verständigen können ,da die Nicas kein Englisch sprechen bzw. wenn sie es können, nicht wollen. Nach der Frühbesprechung kann man selbst entscheiden wo man hingehen möchte. Eine gute Option ist immer sich dem Chefarzt anzuschließen. Dieser hat jeden Tag eine Gruppe von ca. 5 Studenten mit denen er bed-side teaching macht. Man geht zu den Patienten muss diese untersuchen und anschließend vorstellen sowie die Krankheit und Pathophysiologie parat haben. Man kann hier immer versuchen auf die Fragen zu antworten und sich einzubringen, das sieht der Chefarzt sehr gerne und wenn man mal mit Spanisch nicht weiter weis erbarmt er sich auch ein Wort auf Englisch zu sagen. Im Op darf man v.a. bei den plastischen Chirurgen viel machen. Hier konnte ich selbstständig nähen und auch bei Hauttransplantationen assistieren. In der Allgemeinchirurgie ist es mit 1. Assistenz etwas schwieriger,da hier die Assistenzärzte ungern ihre Aufgaben abgeben. In der Notaufnahme kann man selbst Patienten aufnehmen und diese den Oberärzten vorstellen, hier steht auch die Wundversorgung und Nähen an erster Stelle. Jeden Tag finden auch Endoskopien und ERCPs statt, die man sich anschauen kann. Zeit zum Reißen bleibt auf jedenfall genug wenn man mal ein paar Tage nicht da ist ist dies kein Weltuntergang. Ich kann jedem nur ein Tertial in Leon empfehlen, man sollte sich allerdings bewusst sein,dass das Gesundheitssystem noch nicht so ausgereift ist wie bei uns und auch an Diagnostik bis auf Röntgen und Ultraschall die Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Hier wird noch viel nach Klinik des Patienten behandelt.

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