PJ-Tertial-Bericht am Marienhospital

Plastische Chirurgie

Stuttgart, Deutschland · 8 Wochen · Station Gesichtsplastische (GEPL) und rekonstruktiv plastische Chirurgie (REPL) · 11/2017 – 03/2018

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400
Gebühren
ggfs. Unterkunft, in meinem Fall nicht nötig

Erfahrungsbericht

Die plastische Chirurgie wird im Marienhospital Stuttgart von zwei unterschiedlichen Abteilungen abgedeckt, in denen man das Tertial in der Regel zu gleichen Teilen verbringt. Beiden Abteilungen stehen unterschiedliche Chefärzte vor, daher hier auch eine getrennte Bewertung. Die rekonstruktive, Hand- und Brustchirurgie (REPL) ist eine große Abteilung mit Ambulanz, Sprechstunden und - für den operativ interessierten PJler natürlich am wichtigsten - drei bis vier parallel laufenden OP-Sälen. Da Wert darauf gelegt wird, nicht zu viele PJler (wir waren teilweise zu zweit, sonst war ich allein) zu haben, wird man fest in die Programme eingeplant und hat dementsprechend gut zu tun. Die typischen Tage sehen dann wie folgt aus: Frühbesprechung um 7, evtl. eine Fortbildung, danach Stationsarbeit (Drainagen ziehen, Verbände, einige wenige Blutabnahmen), gegen 8.20 Uhr folgt man dann in den OP und hat dort neben dem klassischen Haken halten und assistieren vor allem eines zu tun: Nähen. Wer hier PJ macht, lernt dieses Handwerk in allen Facetten - allein deswegen würde es sich schon lohnen. Weiterhin lernt man viel (da die Abteilung sämtliche freien Lappen in der gesamten Klinik hebt und anschließt, sind auch hier die Fallzahlen entsprechend hoch und das knowhow beträchtlich), sieht alle Facetten der Hand, Mikro- und Brustchirurgie, die Oberärzte und Assistenten erklären gern und sind sehr freundlich, man kann Dienste mitmachen, und wenn man einmal zu langsam ist oder etwas vergisst wird einem nicht gleich der Kopf abgerissen. Wäre es möglich gewesen, ich hätte noch ein Tertial hier gemacht. Also: Geht hierher und lernt! Die Abteilung für plastische Gesichtschirurgie ist in Hinsicht auf das PJ etwas anders organisiert - auch hier ist man meist allein oder zu zweit, da es sich hier um sehr feine Chirurgie in ästhetisch anspruchsvollen und für andere direkt sichtbaren OP-Gebieten handelt, wird man als Student hier selten so handwerklich tätig wie in der REPL (ich durfte vor allem Hebedefekte im Bereich der Rippe verschließen und gelegentlich als erste Assistenz mitoperieren). In der Regel ist man am morgen um 7 Uhr oder früher in der Frühbesprechung (wechselt mit den Wochentagen), danach schaut man mit den Assistenten oder Oberärzten Patienten an, hilft bei Dokumentation/Verbandswechseln und begibt sich auch dann in den OP. Auch wenn man einmal nicht benötigt wird kann man sich zum besseren sehen gern einwaschen, manchmal übernimmt man auch die Rolle des Fotografen. Auch hier sind alle sehr freundlich, erklären auf Nachfrage oder in den Sprechstunden (so man denn an ihnen teil nimmt, ich war meist im OP), erklären die Anzeichnungen - und man sieht Eingriffe, die man sonst in Deutschland vermutlich nirgends so sieht. Die Spezialität der Abteilung ist, neben der Ohr- und ästhetischen Gesichtschirurgie, vor allem die operative Korrektur und Rekonstruktion von Nasen - Rhinoplastiken werden in der Regel offen durchgeführt (so dass auch der Student etwas sieht und versteht), und in den 2 Monaten hat man tatsächlich die Chance, einen Patienten mehrmals in verschiedenen Eingriffen zu begleiten, während seine Nase wiederhergestellt wird. Fazit: Man lernt also hier praktisch weniger als in der REPL, für Interessierte ist es aber dennoch auf jeden Fall eine sehr zu empfehlende Abteilung!

Bewerbung

Die Bewerbung lief bei mir über die Heimatuni (Tübingen), dementsprechend problemlos war die Zuteilung - dazu kommt, dass das Marienhospital rätselhafterweise nicht für seine plastische Chirurgie bekannt ist (würde ich nicht dort arbeiten, hätte ich von der Existenz der Abteilung als Student auch nichts mitbekommen). Man steht sich folglich nicht gegenseitig auf den Füßen, wie es in andere Abteilungen der Fall ist, was ich als sehr angenehm empfunden habe, da man deutlich mehr ins Geschehen involviert ist und entsprechend mehr lernt.

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