PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Heidelberg
Visceralchirurgie
Heidelberg, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station Normalstation, Kinderchirurgie, Ambulanz
·
11/2017 – 03/2018
Veröffentlicht am
3.67
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
4
Team Station
2
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
3
Unterricht
5
Betreuung
4
Freizeit
4
Station / Einrichtung
3
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 400
Erfahrungsbericht
Deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Stationen. Während man die Zusammenarbeit mit der Pflege, die Betreuung durch die Ärzte, die Stimmung und das Ansehen der PJ-ler in der Ambulanz/Notaufnahme mit gut bis sehr gut bewerten kann, ist im OP (und leider auch auf den meisten Normalsstationen) das Gegenteil der Fall. Dabei ist es gerade bei den Assistentenzärzten nicht der fehlende Wille zur Lehre sondern vielmehr die fehlende Zeit das Problem. Bei einigen Oberärzten im OP sind allerdings jegliche Umgangsformen und zwischenmenschliche Kompetenz (so sie denn mal existierten) verloren gegangen. Bei der Infoveranstaltung zum PJ an der Universität Heidelberg wurde auf frisch eingestellte Needle Nurses und OP-HiWis hingewiesen, sodass mehr Zeit für interessantere und lehrreiche Aufgaben bleiben sollte. Während tatsächlich gelegentlich OP-HiWis auf dem Plan standen (sodass man je nach Station nur noch ca. 3 mal/Woche in den OP-musste), beschränkten sich Hinweise auf die Existenz von Needle Nurses auf vereinzelte Sichtungen aus der Ferne. Der PJ Unterricht ist verpflichtend (60% der Termine müssne wahrgenommen werden) und findet an 3 Tagen in der Woche NACH der regulären Arbeitszeit statt. Das eigene Betreuen von Patienten im Rahmen des HIPSTA-Projekts ist eine gute Sache, wird aber aufgrund der beschränkten Kapazität bei weitem nicht jedem zuteil.
Fazit: Abulanz exzellent! Da diese aber nur eine von vier Rotationen ausmacht, bleibt die Gesamteindruck leider negativ. In letzter Zeit gibt es vermehrt lobenswerte Bestrebungen die Lehre zu verbessern. Bis diese Bestrebungen zum wirklichen Kern des Problems, den enormen Arbeitsbelastungen der Ärzte auf Station und der steilen Hierarchie mit dem resultierenden Umgangston vordringen, wird aber voraussichtlich noch viel Zeit vergehen.
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