PJ-Tertial-Bericht am Staedtisches Klinikum Karlsruhe

Chirurgie

Karlsruhe, Deutschland · 8 Wochen · Station c50 · 02/2017 – 05/2017

Veröffentlicht am

4.67
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 5
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 3
Unterricht 4
Betreuung 6
Freizeit 6
Station / Einrichtung 5

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
200

Erfahrungsbericht

Meine Bewertung bezieht sich NUR auf die GEFÄßCHIRURGIE. Trotzdem kurz zur Allgemein- und Unfallchirurgie: War beides ganz ok - das typische Haken halten, aber nicht unbedingt Klappe halten. Der Umgang war überwiegend in Ordnung. In der Allgemeinchirurgie war die Lehre am Op-Tisch sogar vorbildlich und die Stimmung im Unfallchirurgie-Saal überwiegend ausgelassen. ABER: Während des chirurgischen Tertials rotiert man wegen Personalmangels für zwei Wochen auch in die Gefäßchirurgie. Zu meiner Zeit schien der verantwortliche Direktor und ein Teil seines Teams psycho-pharmakologisch nicht richtig eingestellt gewesen zu sein. Es herrschte eine neurotische Grundstimmung, die sich morgens dadurch ankündigte, dass der Prof. vor der Visite erst einmal sein Foto im Krankenhausflur bei der Teamübersicht von allen Umstehenden positiv kommentiert wissen wollte. Und wehe man war nicht seiner Meinung. Seine "Untertanen" wirkten so entmannt und unfrei, dass einem unweigerlich die Szene aus Game Of Thrones einfiel, in der Ramsay Bolton den Theon Graufreud ("Stinker") so barbarisch malträtiert. Beispiel: Patienten sitzen auf dem Flur kurz vor der Visite - Chef kommt verspätet, sieht die Patienten von der Nachbarstation und gängelt daraufhin in unfreundlichem Ton das Pflegepersonal, dass "wenn ER kommt, keine Patienten auf dem Flur zu sitzen haben!". Danach verscheuchte er die Patienten regelrecht. Beispiel 2: OP dauert wegen anatomischer Verhältnisse MAL WIEDER länger. Chef kommt rein und fragt den Oberarzt, "ob er das in 5 Minuten schnell selber erledigen solle?!" und geht wieder raus. Nun ja, das waren nur kleine Ausschnitte und nicht mal die gröbsten Verstöße gegen die Menschlichkeit. Die zwei Wochen waren wirklich eine Lehrerfahrung auf ganz anderer Ebene. Kleiner Tipp zum Überleben: einfach nicht auffallen, lächeln und winken. Und sollte sich einer von den narzisstischen Ärzten von dort hier wiedererkennen, weil sie sich gern selbst googeln: Schwamm drüber! :-)

Bewerbung

Pflicht, dafür sorgt "ER" schon
Diesen Bericht bearbeiten Öffnen ▾

Gib die E-Mail-Adresse ein, mit der du diesen Bericht eingereicht hast. Du bekommst einen Link zum Bearbeiten an diese Adresse geschickt. Die E-Mail-Adresse wird nicht gespeichert oder angezeigt.

Diesen Bericht melden Öffnen ▾

Wenn dieser Bericht falsche Tatsachen behauptet, Beleidigungen enthält, persönliche Daten preisgibt oder aus einem anderen Grund gegen unsere Regeln verstößt, kannst Du ihn hier melden. Wir prüfen jede Meldung.

Max. 2000 Zeichen.
Nur nötig, wenn Du eine Rückmeldung möchtest.