PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Ernst von Bergmann

Anästhesiologie

Potsdam, Deutschland · 8 Wochen · Station OP, Intensivstation · 09/2017 – 12/2017

Veröffentlicht am

1.80
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Das Tertial in der Anästhesie im Ernst-von-Bergmann-Klinikum ist definitiv empfehlenswert. Man ist relativ frei in seinen Rotationswünschen, so durfte ich 8 Wochen im OP und 8 Wochen auf der anästhesiologischen Intensivstation verbringen. Auch Mitfahrten mit den Notärzten (zur Hälfte auch Anästhesisten) sind möglich und empfehlenswert. OP: Arbeitsbeginn 7:00, danach relativ freie Einteilung in die Säle, insgesamt sehr breites Spektrum von Allgemein- und Unfallchirurgie über Kinderchirurgie, Gyn, HNO, plastische Chirurgie, MKG und Neurochirurgie.. Je nach betreuendem Arzt sind die Tätigkeiten etwas unterschiedlich, nach etwas Eingewöhnung war jedoch fast immer Maskenbeatmung, Larynxmaske legen, selbstständiges Intubieren, und Narkoseeinstellungen durchführen möglich. Zugänge legen nach Absprache mit den Schwestern und ansonsten arterielle Zugänge legen auch häufig möglich. Insgesamt sehr lehrreich und viele praktische Fertigkeiten - aber 8 Wochen ausreichend. Intensivstation: Arbeitsbeginn 06:30, Ende ca. 15:00. Hier trifft man auf ein sehr nettes Team sowohl ärztlicherseits als auch pflegerischerseits und kann als PJler viel eigenständig machen. Insbesondere kann man viele körperliche Untersuchungen durchführen (mit interessanten Auskultationsbefunden), Laborergebnisse interpretieren, EKGs auswerten, arterielle Zugänge legen, Blutkulturen abnehmen und unter Anleitung Sono-gestützte Punktionen durchführen. Außerdem kann man auch bei vielen auf Station stattfindenden Untersuchungen anderer Fachabteilungen zusehen oder zu Untersuchungen (Endoskopie etc.) mit fahren. Nach etwas Eingewöhnung kann man auch selbst Patienten unter Rücksprache mit den Ärzten betreuen, wobei man viel über intensivtypische Erkrankungen, Auswertung von Laborwerten, Röntgenbildern und Pharmakotherapie lernt. Zwischendurch blieb auch Zeit zum Nachlesen oder Besprechen einzelnder Krankheitsbilder, wobei die Ärzte (auch die Oberärzte) immer ein offenes Ohr für Fragen hatten. Insgesamt waren es spannende 8 Wochen, die einen guten Einblick in die Intensivmedizin mit sich brachten. Die Fahrten mit den Notärzten waren noch ein besonderes Highlight. PJ- Unterricht gibt es zweimal die Woche durch verschiedene internistische Fachabteilungen, eine davon eine radiologisch-internistische Fallbesprechung, die leider ab und zu ausfiel, aber sehr gut war wenn sie stattfand. Kleidung wird gestellt, insgesamt war die Organisation des Tertials gut und unkompliziert. Studientage zu nehmen war eigentlich immer möglich, wenn gewünscht. Mittagessen gibt es umsonst und es war auch meistens möglich essen zu gehen. Insgesamt kann ich dieses Tertial weiter empfehlen, wenn man daran interessiert ist, die Anästhesiologie inklusive Intensiv-und Notfallmedizin kennen zu lernen und mit etwas Eigeninitiative viele praktische Erfahrungen zu sammeln.

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