PJ-Tertial-Bericht am Inselspital Bern

Notfallmedizin

Bern, Schweiz · 8 Wochen · Station Universitäres Notfallzentrum (UNZ) · 01/2017 – 03/2017

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1000
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Ich habe im Winter 2017 zwei Monate lang als Unterassistent (PJ-Student) im Universitären Notfallzentrum, der Notaufnahme des Inselspitals in Bern gearbeitet, und mir diese Tätigkeit als zweite Hälfte meines Chirurgie-Tertials anerkennen lassen. Ich hatte mich direkt bei der Notaufnahme beworben, ca. ein Jahr im Vorraus. Insgesamt war die Arbeit dort eine sehr positive Erfahrung – man kann sehr selbstständig arbeiten, und im Prinzip alles so weit machen, wie man es sich zutraut, und bei Fragen immer den oder die zuständige OberärztIn fragen. Mit den AssistenzärztInnen hat man gar nicht so viel zu tun (sitzt aber im selben Raum mit ihnen), wobei man einfachere Dinge auch mit ihnen besprechen kann. Das Team der AssistenzärtzInnen wechselt ziemlich schnell, da viele nur für ein paar Monate in der Notaufnahme sind, bei den OberärztInnen scheint es mehr Kontinuität zu geben, und diese sind größtenteils sehr nett, einschließlich des Chefs. Vor meiner Zeit am UNZ war ich noch zwei Monate in der Notaufnahme des Sonnenhofspitals in Bern. Ich kann nicht ganz eindeutig sagen, was mir besser gefallen hat, aber wahrscheinlich schon der Sonnenhof. Das UNZ ist riesig und daher ziemlich anonym, außerdem hatte ich gerade am Anfang das Gefühl, dass dort die Abläufe nicht so gut und effizient organisiert waren wie am Sonnenhof. Dafür sieht man am UNZ natürlich viel mehr verschiedene und auch schwerer Fälle als am Sonnenhof. Ist also Geschmacksache. Etwas, was ich allgemein sehr empfehlen kann, aber leider erst im Verlauf angefangen habe, ist mir zu allen PatientInnen, die ich (mit-)betreut habe, Notizen zu machen und nach Abschluss des Falles noch mal die ganze Diagnostik und den Behandlungsverlauf zu rekapitulieren. So lernt man viel mehr, und bekommt sehr schnell Struktur ins eigene Denken und Arbeiten. Im UNZ ist eigentlich auch immer Zeit dafür, das zwischendrin zu machen. Gewohnt habe ich im Personalhaus des Spitals, das ist ist super praktisch, direkt auf dem Spitalgelände und schön ruhig gelegen. Das Internet hat problemlos funktioniert, und die Küche war so mittelmässig gut ausgestattet, es lohnt sich also ggf. ein bisschen Koch- und Essgeschirr mitzunehmen. Ich hatte ein Zimmer der günstigsten Kategorie genommen, war deshalb in einem der älteren Häuser mit Küche und Bad auf dem Gang, fand das aber fast netter als die neueren Häuser, die ich alle ziemlich steril und kalt fand. Auf meinem Stockwerk haben nur noch zwei, drei andere Leute gewohnt, deshalb hatte ich die Küche, das große Bad, die Toiletten, den Aufenthaltsraum und die beiden großen Balkone meistens für mich, der reinste Luxus also. Wegen des Schichtbetriebs im UNZ habe ich die anderen Bewohner fast nie gesehen. Bern ist eine schöne Stadt in einer sehr schönen Umgebung, ich würde empfehlen, unbedingt ein Fahrrad mitzunehmen, da hat man viel mehr von allem. Wenn man sparsam lebt und selber kocht kann man auch in der Schweiz günstig leben, bei den billigeren Supermärkten (Denner, Aldi) sind die Grundnahrungsmittel sowie Obst und Gemüse nicht wesentlich teurer als in Deutschland.

Bewerbung

1 Jahr
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