PJ-Tertial-Bericht am Krankenhaus St. Elisabeth Dillingen

Unfallchirurgie

Dillingen an der Donau, Deutschland · 8 Wochen · Station Unfallchirurgie · 11/2016 – 02/2017

Veröffentlicht am

2.53
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 4
Klinik insgesamt 2
Unterricht 1
Betreuung 2
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400€/Monat
Gebühren
keine ne

Erfahrungsbericht

Tagesablauf: 7:15 Visite (10-15 sec/Patient) 7:45 Besprechung: Radiologie Bilder und Aufnahmen aus der 1. Hilfe danach weiter Visite oder gleich in den OP. 14:00 Radiologische Besprechung oder bis 16/17 Uhr Hacken halten. Nach der Visite darf man als PJ alle Blutentnahmen und Viggos machen, während die eine AÄ die Entlassbriefe diktiert und der andere AA sein Buch liest. Während jeder BE wird man noch panisch von den AAs und den Schwestern angerufen um diese und jene BE noch zusätzlich zu machen und am besten noch alle REHA-Anträge während der BE ausfüllen. Alle rennen wie die Irren durch die Räume und verbreiten ungeheure Hektik untereinander und bei den Patienten. Durchschnittsalter der Patienten 90 Jahre und jeder zweite nimmt Macumar (das schon mal als Einstimmung auf die BE). Danach wird man in den OP gerufen, meist nur zum Cox-TEP -Einbau, weil man einen Hackenhalter und Beinhalter auf der anderen Seite des OP- Gebiets braucht. Ihr werdet NICHTS vom eigentlichen OP-Vorgang sehen, keiner wird freiwillig euch was dazu erzählen. Die meisten TEPs dauerten 2-3 Stunden. Dh strammstehen und zwei Hacken Halten plus das Bein. Danach darf man noch zu zwei weitern TEPs. Jeden Tag das Gleiche volle zwei Monate. Zum Glück habe ich zwei Gon-TEPs, zwei Radiusfrakturen, einen Fixateur interne an der WS, einen Esin-Draht Einbau und Ausbau und eine Mash-Hautdeckung gesehen. Die Einzigen, von denen man was lernt, ist das nicht ärztliche OP-Team. Mir wurden auch die einzigen zwei PJ-Fortbildungen untersagt, da ja die OP sonst nicht statt finden kann, wenn ich nicht helfe. Es gibt Spannungen im AA-Team. Jeder zieht über den andern her. AAs haben keine Zeit um Fragen zu beantworten. OA haben keinen Bock die OPs zu kommentieren, wenn man als PJer bei den Cox-Teps 2-3h die Haken hält und nichts von der eigentlichen OP sieht, weil man auf der andern Seite steht. OP-Assistenten sind genervt von den OA und kennen sich mit allem am besten aus. Über die Patientenversorgung habe ich leider nichts gelernt. Akten darf man nicht so einfach lesen, dazu ist keine Zeit. "Ah du machst ja gerade garnichts" heißt es dann. Viel lehrreicher ist es, sich auf youtube Videos anzuschauen. Schon nach einer Woche habe ich bereut, dass ich nicht an meiner Universitätsklinik geblieben bin. Leider konnte ich nicht mehr wechseln.

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