PJ-Tertial-Bericht am Spital Menziken

Allgemeinchirurgie

Menziken, Schweiz · 8 Wochen · Station Allgemein-, Viszeral-, Ortho- und Gyn-OP, Notfall · 05/2017 – 09/2017

Veröffentlicht am

1.80
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1600
Gebühren
450

Erfahrungsbericht

Allgemein Die Chirurgie lief bei mir noch über ein Belegarztsystem. Die primäre Aufgabe des PJlers ist ganz klar die Assistenz im OP. Hierbei durfte ich jeden Tag, zum Teil mehrere Stunden, bei verschiedensten Eingriffen assistieren, fast immer als 1. Assistenz. Das Spital Menziken ist ein kleines Haus der Grundversorgung, sprich wer grosse neurochirurgische oder herzchirurgische OPs sucht wird sie hier nicht finden. Jedoch habe ich sehr von dem breiten Spektrum profitiert: Von Ortho-OPs (Hüft, Knie, Schulter-TEP//Arthroskopien//Sehenrefix) über Allgemein-und Viszeralchirurgie (Cholezystektomien, Appendektomien, Leistenhernien, Lipom- und Abszessentfernungen), Gyn-OPs (Sectios, Laparoskopische Zystenentfernungen, Hyteroskopien..) und seltene aber auch stattgefundene OPs wie kleinere Hauttransplantationen (Mesh-Technik), Face-Lifts, Tonisllektomien und Circumzisionen hab ich alles assistieren dürfen. Man muss aber klar sagen: Je mehr PJler da sind, desto seltener kommt man in den OP. Bei so 2 PJlern ist es sehr angenehm, am Ende meiner Zeit waren es 5 und da kommt man etwas kurz - jedoch kriegt man dann recht viel Freizeit raus, da man sich immer untereinander abspricht und abwechseln kann. Pro 1) Viel Assistenzzeit, breites Spektrum - wie oben erwähnt 2) Junges Team - alle Assistenten sind im 1. oder max. 2 Jahr. Da Unterassistenten und Assistenzärzte meist alle im Personalhaus zusammen wohnen, ergeben sich oft Aktivitäten am Abend, gemeinsame Grills oder sonstiges. 3) Notaufnahme langwierig aber lehrreich - Die Picketts am Wochenende können langwierig sein, wenn viel auf der Notaufnahme los ist. Jedoch ist es wahnsinnig lehrreich, man darf viel Nähen und eigene Patienten betreuen, in Rücksprache mit dem Assistenzarzt Rezepte ausstellen und selbstständig arbeiten. 4) Gehalt fantastisch - 1600CHF Grundgehalt. Jeder Pickett unter der Woche bringt zusätzlich 60CHF. Ich hatte im Schnitt 4-8 Picketts pro Monat. (Pickett unter der Woche = "Rufbereitschaft", man nimmt nach einem normalen Arbeitstag das Telefon mit nach Hause und wird angerufen falls es eine Not-OP, meist Sectio oder Fraktur, gibt. Ich wurde noch nie nachts gerufen, lediglich abends und musste somit etwas länger bleiben.) 5) Freie Zeit - Für jedes Wochenendpickett gibt es 3 Tage frei, die man kumulativ am Ende nimmt. (1.5 Tage Urlaub für Samstag und 1.5 Tage für Sonntag). Manchmal muss man einen dieser 3 Tage am darauffolgenden Montag nehmen, als "kompensationsfrei". Die restlichen 2 können am Ende bezogen werden. Ich hatte im Schnitt 1-2 Wochenenden pro Monat. Das ist wieder von der Anzahl der PJler abhängig. Am Ende kam ich auf 3 Wochen Urlaub. Kontra 1) PJler Anzahl - Vieles wird durch die Anzahl der PJler verändert. Da die Inneren PJler ebenfalls Picketts unter der Woche übernehmen sowie Wochenendpicketts, kann es schnell zu viel Arbeit (Jeden 2. Tag Pickett bzw 2 WE-Picketts im Monat) geben. Das ist allerdings nicht wirklich schlimm, man kommt zu mehr OP Zeit, mehr Geld und hat mehr frei am Ende. Problematisch wird es, wenn es überlaufen ist mit Chirurgie und Innere PJlern, da hat man oft Leerlauf. Wenn man es mag viel frei zu haben kann man sich sicherlich arrangieren. - Als ich gegangen bin standen viele Änderungen bevor, zB eine Änderung des Belegarztsystems in ein Kaderarztsystem. Über die Konsequenz der Neuerungen für die PJler bzw. allgemein die Neuerungen für PJler kann ich nichts berichten.

Bewerbung

Mail an Therese Wanderon. Hatte meinen Platz spontan bekommen. 1 Jahr Vorlauf oder spontan versuchen.

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