PJ-Tertial-Bericht am Inselspital Bern

Chirurgie

Bern, Schweiz · 8 Wochen · Station Notaufnahme · 03/2017 – 06/2017

Veröffentlicht am

1.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 3
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1200 CHF
Gebühren
50 CHF für den Stempel

Erfahrungsbericht

Empfehlenswertes Tertial in Notaufnahme in guter Atmosphäre. Betreuung und Organisation könnten besser sein. Schichtdienst! PRO: + Es war möglich und gewünscht, Patienten mit Platzwunden komplett selbständig zu behandeln (Aufnahme, Wundversorgung und Hautnaht, Röntgen, Bericht, Entlassung) + größtenteils sehr nettes Team, flache Hierarchie (per du mit allen Oberärzten, die teilweise extrem nett waren) + gemischte Notaufnahme, d. h. man betreut sowohl chirurgische als auch medizinische Patienten (das Tertial kann auch im Bereich Innere Medizin angerechnet werden) + eigener Arbeitsplatz mit eigenem Computer + vorbildliche Interaktion mit der Pflege, die gut mitdenkt + nette Wohnungen in Laufweite (Miete zwischen 350 und 650 CHF) CONTRA: - ungünstige Organisation: Unterassistenten dürfen keine komlexen Patienten betreuen, sondern nur solche, die einfach abzufertigen sind (Triagestufe 3). Da es zu wenig solcher Patienten gab, kam es häufig zu extrem langen Wartezeiten zwischen den Patienten für uns (bis zu 4h!). Beispielsweise wurde uns manchmal während einem kompletten Arbeitstag nur ein einziger Patient zugewiesen, und wir waren auch noch zu zweit! Dadurch war ich oft völllig unterbeschäftigt und gelangweilt. Zusätzlich waren während meiner Zeit am Inselspital in der Notaufnahme extrem viele Unterassistenten beschäftigt, sodass es teilweise fast Streit gab, wer wen anschauen darf. - fehlende Lehre: Viele Oberärzte ordneten Untersuchungen an, ohne uns ihre differentialdiagnostischen Überlegungen mitzuteilen. Ein eigenständiges Vorgehen oder eigene Therapievorschläge interessierten nicht. Außer Nähen wurden keine praktischen Fähigkeiten vermittelt (wie bspw. Sonographie oder eine korrekte orthopädische Untersuchung des Kniegelenks - sehr schade) - Pro Schicht wird die Notaufnahme von einem internistischen und einem chirurgischen Oberarzt betreut. Merkwürdigerweise waren die "chirurgischen" Oberärzte oft auch Internisten, die dann aber so tun, als wären sie Chirurgen, sich aber nicht besonders gut auskennen. Das führte zu teilweise etwas sonderbaren "chirurgischen" Untersuchungen. - vereinzelt sinnlose Tätigkeiten wie bspw, das Führen des Schockraumprotokolls, das nie wieder irgendjemand anschaut, dafür aber penibel ausgefüllt werden muss - sehr sehr großes Team mit etwa 16 verschiedenen Oberärzten, die durchrotieren. Es dauert sehr lange, alle kennenzulernen. - etwas sinnfreie Fortbildungen beim Morgenrapport über irgendwelche Studien

Bewerbung

Bewerbung ca. ein Jahr davor über das Sekretariat. Um den Fakultätsstempel der Uni Bern zu erhalten, muss am Ende eine Gebühr von 50 CHF überwiesen werden.
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