PJ-Tertial-Bericht am Spital Rheinfelden

Allgemeinchirurgie

Rheinfelden, Schweiz · 8 Wochen · Station Chirurgie · 03/2017 – 07/2017

Veröffentlicht am

4.93
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 5
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 5
Unterricht 6
Betreuung 5
Freizeit 6
Station / Einrichtung 5

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1000 bis 1300
Gebühren
400

Erfahrungsbericht

Finger weg vom Spital Rheinfelden Chirurgie! Leider nur ein Mangelhaft für dieses Tertial. Ich habe mich für das Spital Rheinfelden beworben, weil mein Bruder dort schon seit vielen Jahren lebt und ich ihn mal wieder öfters sehen wollte. Außerdem hört man ja immer viel Gutes über die Schweiz, was das Chirurgie-Tertial angeht. Angeblich dürfte man dort mehr machen und wäre nicht nur der Hakenhalter. Hier leider Fehlanzeige. Gehen wir doch einmal meinen Ausbildungskatalog, den ich dort bekommen habe, durch.... 1." Umsetzen der theoretischen Kenntnisse in die Praxis, Miterleben der chirurgischen Krankheitsbilder, deren Behandlung und Verlauf der Patienten." - also vom Verlauf werdet ihr wenig mitbekommen, weil ihr sowieso nur für Anamnesen zuständig seit und ihr kaum auf Visite mitgeht. 2. "Erfassen und Beherrschen von Notfallsituationen, Übung in Diagnostik, Differentialdiagnostik und Triage auf der Notfallstation" - auf der Notfallstation waren wir viel eingeteilt, allerdings fand dort keine Lehre statt. Hauptaufgabe für die Unterassistenten sind die Anamnesen einzutippen. Wie der Patient und worauf er dann schließlich behandelt wurde, könnt ihr dann am Ende, wenn Zeit ist, erfragen. 3. "Selbstständige und zuverlässige Behandlung und Betreuung einer beschränkten Anzahl Patienten unter Aufsicht eines Stationsarztes auf der Patientenstation, sorgfältige Eintrittsuntersuchungen von Patienten mit Schwergewicht auf chirurgische Untersuchungstechniken" - ähm NEIN, eigene Patienten werdet ihr dort nicht betreuen. Wenn ihr auf Station eingeteilt seid, seid ihr die Deppen, die die radiologischen Bilder im Frührapport am Computer anklicken dürft und danach dürft ihr euch um die elektiven Aufnahmen (Eintritte) der HNO, Urologie, Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie kümmern. Chirurgische Untersuchungstechniken? Diese werden euch nicht beigebracht. Hauptsache ihr habt nochmal auf Herz und Lunge gehört, die Untersuchung hat eh bereits schon in der Sprechstunde statt gefunden. 4. "Einblick in die operative Chirurgie durch Assistenz bei den Operationen. Selbstständige Durchführung von Venenpunktionen, selbstständige Durchführung von einfachen Wundversorgungen, einfachen Frakturrepositionen und Gipsverbänden. Schulung in der Nahttechnik. - leider auch NEIN. Nähen durfte ich insgesamt 3 oder 4 mal. Ich hatte bereits eine Famulatur in der Viszeralchirurgie gemacht und vorher bereits schon ein paar mal genäht. Hab dann je nachdem welcher Assistenzarzt dort war, einfach gemacht. Aber drüber geguckt bzw. Schulung in Nahttechnik fand dort nicht statt. Montag und Donnerstag musste von uns Unterassistenten immer dem Belegarzt Dr. Münch in der Orthopädie aushelfen. In der Viszeralchirurgie waren wir einfach nie eingeteilt. Ab und zu darf man den Urologen oder Gynäkologen den Haken halten. Aber erwartet bitte nicht, dass im Operationssaal irgendeine Lehre stattfindet oder ihr mal zunähen dürft. 5. " Schulung der Fallvorstellung auf Visiten und Rapporten, der aktiven Teilnahme an fachlichen Diskussionen an Rapporten, Kolloquien und Fortbildungsveranstaltungen. - in diesem Spital finden einfach gar keine Fortbildungen statt. Ich hab mich wirklich gefragt, wie man so Lehrkrankenhaus der Uni Basel werden konnte. Wie könnten noch alle weiteren Punkte des Ausbildungskataloges des Spital Rheinfeldens durchgehen. Fakt ist, euch wird viel versprochen und nichts ist dahinter. Auf der Notfallstation macht ihr die Anamnesen - mehr nicht. Auf Station macht ihr die Eintritt - mehr nicht. Tut euch also selbst den Gefallen und lasst die Finger von diesem Spital.

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