PJ-Tertial-Bericht am St. Elisabeth Krankenhaus

Innere

Leipzig, Deutschland · 8 Wochen · Station Innere 1 / Station 3 · 09/2016 – 12/2016

Veröffentlicht am

1.20
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
100
Gebühren
MIttagessen für 1,30€

Erfahrungsbericht

Arbeitsbeginn auf Station ist 7:30. Begonnen wird mit den Blutentnahmen, das sind meistens etwa 15-20, die sich zwei PJler teilen. Wenn viele PJler und/oder Famulanten da sind konnte ich auch die Röntegdemo besuchen - in etwa zwei Mal pro Woche hat das geklappt. Danach gibt es eine Kurvenvisite, in der die Patienten besprochen und Untersuchungen angemeldet werden. Gegen zehn beginnt die (oft recht ausgedehnte) Visite, danach werden Patienten aufgenommen. Am Nachmittag ist viel Stationsroutine wie Aufnahmen, Flexülen erneuern, Schellong-Tests, auch mal mit in die Funktionsdiagnostik zu Gastro/Colo/ERCP/Sono/Echo. Ich konnte im fortgeschrittenen Verlauf meines PJs auch selbst Sonos auf Station machen. Ich kam praktisch immer pünktlich 16:00 Uhr raus. Jeder PJler wird einem Arzt zugeteilt, so dass man in der Regel von der gleichen Person betreut wird und als dienstbarer Geist zur Verfügung steht. Die Erfahrungen unterscheiden sich deshalb natürlich zwischen den PJlern, ich hatte großes Glück mit meinem Mentor. Neben der Lehre die bei der Stationsarbeit "nebenher" passiert gibt es jede Woche Chefarztvisiten. Unbedingt vorher was essen und trinken! Wenn Prof. Scholz in Stimmung kommt habe ich nicht selten Chefarztvisiten von vier Stunden und mehr erlebt - nicht unbedingt förderlich für einen reibungslosen Stationsablauf, aber extrem lehrreich und immer wohlwollend. Zudem nimmt sich der Chef jeden Freitag anderthalb Stunden für seinen "Klopfkurs" - ein körperlicher Untersuchungskurs, bei dem sich die PJler gegenseitig untersuchen. Man merkt dabei, dass der Chef und auch das ganze Haus irgendwie "vom alten Schlag" sind, im größtenteils postiven Sinne. Da tauchen Untersuchungstechniken auf die ich sonst nie in Anwendung gesehen habe, die man aber sicherlich mit im ärztlichen Werkzeugkoffer haben kann (Pulsdiagnostik, Stimmfremitus...). Mein PJ im Elisabeth war in medizinischer Hinsicht nicht spektakulär. Ich habe viele Aufnahmen und Schellong-Tests gemacht, habe auch vielen Hausärzten hinterhertelefoniert und Befunde einsortiert. Trotzdem war es das Tertial, das ich am meisten genossen habe. Ein Grund dafür ist, dass man als PJler einfach echt zum Team gehört. Man wird gebraucht, ohne die Studenten hätte das Eli ein Problem. Man rennt sich teilweise die Hacken wund, aber man wird als Kollege wahrgenommen und behandelt. Das ganze lebt natürlich von einigen herausragenden klinischen Lehrern, besonders herausstellen möchte ich Prof. Scholz, OA Schneider und (Danke!) Dr. Dunsch. Ein anderer Grund ist, dass nicht nur medizinisch-fachlich sehr gute Medizin gemacht wird. Die meisten Patienten sind sehr zufrieden, und das erzeugt eine positive Stimmung. Zu bemängeln gibt es nicht viel. DIe PJler-Unkleide ist winzig und nicht nach Männlein und Weiblein getrennt, das erzeugt schon eine gewisse... Nähe. Zu bedenken ist, dass das Eli keine Studientage gewährt und auch was die Fehltage angeht sehr genau hinsieht. Wer krank fehlt verbraucht PJ-Urlaubstage, ich bin mir nicht sicher, ob sich die Klinik damit selbst einen Gefallen tut. Insgesamt würde ich das Tertial trotzdem uneingeschränkt weiterempfehlen. Angemerkt sei noch, dass sich die Kliniken Innere I und II und auch die Stationen untereinander anscheinend deutlich unterscheiden. Alles was ich geschrieben habe bezieht sich auf die Station 3 der Klinik Innere I.

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