PJ-Tertial-Bericht am Diakonissenkrankenhaus Dresden

Gynäkologie

Dresden, Deutschland · 8 Wochen · Station Gynäkologie, Geburtshilfe · 05/2016 – 09/2016

Veröffentlicht am

4.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 4
Klinik insgesamt 5
Unterricht 3
Betreuung 5
Freizeit 2
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
373

Erfahrungsbericht

Mein Wahltertial, auf das ich mich riesig gefreut hatte, wurde leider zu einer Enttäuschung. Wenn man wirklich nur einen Einblick in das Fachgebiet erlangen möchte, ist es sicher okay dort. Wenn man jedoch hofft, viel zu lernen (v.a. Auch praktische Fertigkeiten) um den Einstieg in die Zeit als Assistenzarzt/-Ärztin schon vorzubereiten, wird vielleicht enttäuscht sein. Man hat einige feste Aufgaben, alles darüber hinaus muss man sich leider eher erkämpfen... Zu den Standardaufgaben gehören: Blutentnahmen/Flexülen Nierensonografie (Ausschluss Harnstau) prä- und postoperativ Assistenz im OP Nachuntersuchung Wöchnerinnen Entlassungsbriefe (fast ausschließlich geburtshilfliche) Es kam leider auch öfter vor, dass ich bestimmte Patientenzimmer nicht betreten durfte. Das Betreten eines Kreißsaales war möglich aber jedes mal wieder ein Glücksspiel (limitierender Faktor waren dabei nicht die Hebammen sondern die Ärzte...) Blutentnahmen haben generell für PJler die höchste Priorität. Nähen von Geburtsverletzungen ist nicht möglich! Ultraschall nur ausnahmsweise (im ganzen PJ 3-4 mal) Ich habe auch einige nicht-ärztliche Tätigkeiten Aufgaben machen müssen. Pausen unregelmäßig. Selten pünktlich Feierabend (da genau zum Feierabend noch postoperative Blutentnahmen anstehen...). Innerhalb des Kollegiums aber auch zwischen den Fachabteilungen ist die Stimmung nicht gerade harmonisch. Man wird im Team mehr geduldet als integriert. Schade. Es gibt auch nette Kollegen, ohne Frage. Vor allem die Oberärzte waren offen für Fragen und haben gerne etwas erklärt. Insgesamt war es aber ein enttäuschendes Tertial, da trotz täglichen Nachfragens und Interessezeigens, man leider viel zu wenig praktisch tätig werden konnte (Nähen, Ultraschall, Kurvenführung (bei Visite), eigene Patientinnen betreuen, regelmäßig bei Geburten dabei sein, gynäkologisch untersuchen usw.) Besonders frustrierend war für mich, dass mir regelmäßig die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde und erwartet wurde, dass man im Flur rumsteht und wartet, bis man wieder erwünscht ist. Das ist für mich im PJ (im letzten Jahr bevor man dann ALLE Patienten selber versorgen muss) einfach keine Option. Für die Famulatur oder zur groben Orientierung, ob das Fach für einen in Frage kommt, ist man bestimmt ganz gut aufgehoben. Wenn man jedoch schon weiß, dass man Gynäkologie/Geburtshilfe machen möchte und viel lernen möchte (va. auch praktisch) dem kann ich das Diako nicht weiterempfehlen.

Bewerbung

Studiendekanat Dresden
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