PJ-Tertial-Bericht am Hunsrueck Klinik

Allgemeinchirurgie

Simmern, Deutschland · 8 Wochen · Station 2A, 2B · 03/2016 – 06/2016

Veröffentlicht am

1.20
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
330 plus Dienste

Erfahrungsbericht

Man kann in Simmern sehr selbständig als PJler arbeiten. Alles kann, nichts muss. Je nach Stationsarzt wird man ziemlich gut gecoacht in Ambulanz und auf Station. Hakenhalten ist halt Hakenhalten, aber im Vergleich zu anderen Häusern geht es deutlich schlimmer. Außerdem kann man viele Bereitschaftsdienste unter der Woche und am Wochenende mitmachen, da lernt man für sein späteres (auch nichtchirurgisches) Arztleben am meisten (Wundversorgung, Röntgenindikation stellen, ein "bunter Blumenstrauß" an Erkrankungen und Notfällen). Letzteres hat auch den Vorteil dass man am nächsten Tag frei hat und nicht Hakenhalten muss. Die Dienste werden m. E. exzellent bezahlt; ich hatte einen top Lebensstandard während des PJs. Im übrigen bin ich im Dienstfrei Kaffeetrinken gegangen, habe Familie und Freunde besucht und bin bei heißem Wetter in den nahe gelegenen Waldsee gesprungen. Als PJler kann man es deutlich schlimmer antreffen :) Insgesamt herrscht in der Chirurgie ein sehr familiäres Klima. Der Chef ist um Anerkennung der PJler bemüht und kümmert sich sehr um deren Wohlergehen. Auch am Tisch wird man von den meisten Ärzten/ Schwestern gut behandelt. Es gibt vereinzelt aber auch Personal, welches den Wert des PJlers für das Haus anscheinend noch nicht erkannt hat. Ich würde dazu raten im Wohnheim zu wohnen je nach Anfahrtsweg. Es ist einfach bequemer (alleine für das frühe Aufstehen in der Chirurgie) und man kann die entstehenden Pausen deutlich besser nutzen. Es gibt aber auch einen PJ Raum mit Hollywood Schaukel und Sofas zum Ausruhen zwischendurch. Nur für die Wochenenden sollte man eine Ausweichmöglichkeit haben, wenn man eher Stadtkind ist, sonst fällt einem die Hunsrücker Wolkendecke auf den Kopf. In den Diensten wird abends meist mit den anderen Dienstärzten in der chirurgischen Ambulanz zusammengesessen und Essen bestellt. Eine sehr schöne Sitte, die viel Gemütlichkeit erzeugt. Man wird als PJler sehr selbstverständlich ins Team aufgenommen. Insgesamt erinnere ich mich an eine sehr schöne, intensive Zeit zurück und hätte auch keine Bedenken mich an der Hunsrück Klinik zu bewerben, was auch viele aus unserem Jahrgang gemacht haben. Ich kann insgesamt nur dazu raten während des PJs viele Dienste zu machen und ausreichend Zeit in der Ambulanz zu verbringen, denn die dort erlernten Fähigkeiten heben euch später von den anderen frisch gebackenen Ärzten ab. Ich war teilweise erstaunt, wie wenig PJler aus anderen Häusern aus ihrem PJ mitgenommen haben. Auch in der mündlichen Prüfung an meiner Heimatuni konnte ich sehr viel an praktischem Wissen aus den Diensten anbringen; sprich ich hatte bereits so etwas wie Erfahrung in den Diagnostik-Basics und nicht nur angelesenes Wissen. Insgesamt fühle ich mich jetzt als Berufsstarter fit für Klinikdienste in anderen Fachbereichen, da ich sowohl in der Inneren als auch Chirurgie "was fürs Leben" lernen konnte. Also Daumen hoch für Simmern!

Bewerbung

Hospitation möglich, Bewerbung über Uni Mainz

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