PJ-Tertial-Bericht am Charite Campus Benjamin Franklin

Urologie

Berlin, Deutschland · 8 Wochen · Station 10b · 05/2016 – 09/2016

Veröffentlicht am

3.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 3
Unterricht 4
Betreuung 4
Freizeit 3
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Positiv: Das Stationsteam ist sehr jung und nett. Auch die Pflege ist zum großen Teil hilfsbereit und freundlich. Man erlernt v.a. praktische Fertigkeiten auf dem Gebiet der Urologie: -Blasenkatheter legen und ziehen -Medikamente über Katheter und Drainagen applizieren -Spülen von Drainagen und Kathetern -Blut abnehmen, Braunülen legen - Sono der Nieren und ableitenden Harnwege -transrektaler Ultraschall - 2. Assistenz im OP Das beste am PJ dort: definitiv die Ambulanz, in der man manchmal bei einem Patienten aus der Rettungsstelle Anamnese erheben darf und schonmal einen ersten Ultraschall macht. Sonst noch gut: freies Mittagessen, Reha-Anträge werden mit 28€ entlohnt, die PJler dürfen sich die Anträge teilen. Studientage können gesammelt werden. Negativ: Als PJler führt man die oben genannten Tätigkeiten lediglich nach Auftrag aus. Zusammenhangslos läuft man von Patient A zu Patient C und macht bei einem eine BE, beim anderen spült man eine Drainage, beim nächsten macht man ein Restharnsono usw. Man wird nicht in den Patientenverlauf mit einbezogen, es wird einem nicht erklärt, warum was wann gemacht wird. Krankheiten werden nicht durchgesprochen. Lehre wird keine gemacht - ich vermute aus Zeitnot. Bei der Visite wird nichts erklärt, man hat als PJler während der Visite lediglich die Aufgabe, nach Aufforderung auf dem iPad das Labor zu einem bestimmten Patienten zu öffnen und den Ärzten hinzuhalten. Ansonsten hat man bei der Visite keine Funktion, wird nicht einbezogen und es wird einem spontan nichts erklärt. Auf Nachfrage werden einem kurze Fragen knapp beantwortet. Es werden keine eigenen Patientin betreut. Letzlich war es für mich nach recht kurzer Zeit frustrierend, nur auszuführen und nicht mitdenken zu dürfen. Nachdem man innerhalb von 1-2 Wochen alle praktischen Fertigkeiten erlernt hat (meist vom PJler beigebracht, der in der Rotation zuvor schon da war - nicht von den Ärzten...) lernt man quasi nichts weiter mehr. Das Arbeitspensum ist unterschiedlich, je nachdem wie viele PJler da sind. Wir waren zwischendurch zu viert, da hat man mehrere Stunden am Tag rumgesessen. Wenn man allerdings mal alleine da war, war man den ganzen Tag mit Blutentnahmen und Restharn-Sonographien beschäftigt. Zusammengefasst: Wer Routine liebt, jeden Tag gern seine üblichen Aufgaben runterarbeitet, nicht denken, keine Verantwortung haben und ein gratis Mittagessen haben möchte, ist hier bestens aufgehoben. Ansonsten lieber woanders hingehen.
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