PJ-Tertial-Bericht am Asklepios Klinik Nord

Innere

Hamburg, Deutschland · 8 Wochen · Station Innere, Schwerpunkt Gastroenterologie · 11/2015 – 03/2016

Veröffentlicht am

4.53
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 5
Unterricht 3
Betreuung 5
Freizeit 5
Station / Einrichtung 5

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0

Erfahrungsbericht

Verschenkte Zeit. Ich habe mich auf das innere Tertial gefreut und hatte gehofft viel zu lernen. Fehlanzeige. Als PJler war ich für die Blutentnahmen verantwortlich (wurde mir auch direkt in der ersten Woche von zwei Oberärzten so aufgetragen) und die werden dort recht großzügig angeordnet. Es gibt zwar eine Blutentnahmeschwester, aber die macht andere Dinge wenn PJler da sind, da die Pflege im Heidberg schrecklich unterbesetzt ist (daher, etwas abhängig von der Station, eher schlechte bis katastrophale Stimmung im Schwesternzimmer). Um nicht immer die Visiten und die Frühbesprechung zu verpassen bin ich morgens um 6 Uhr auf Station aufgeschlagen um die Blutentnahmen und anfallenden Braunülen zu schaffen ...hat trotzdem zeitlich nicht gereicht. Am ersten Tag wurden wir PJler den Ärzten regelrecht aufgezwungen, weil sich keiner um uns kümmern wollte. Dann rennt man ins Klinikum Ochsenzoll und sucht dort die Personalabteilung um sein Namensschild abzuholen (mehr Funktionen besitzt die Karte nicht, wer z.B. die Toilette benutzen möchte muss die Schwestern bitten aufzuschließen, weil es auf keinem Wege möglich war uns dafür freizuschalten. Lächerlich.) Um sich wenigstens etwas willkommen zu fühlen wäre auch eine Mini-Einführung schön gewesen: Klamottenausgabe ist von X bis Y Uhr in Gebäude Z. Den Transponder bekommt ihr bei A. Die Kantine ist in Gebäude B. Aber nichts da, das darf man alles schön selber rausfinden. Stimmung auf Station war gedämpft. Jeder macht so sein Ding. Die Ärzte auf meiner Station sind leider auch nicht gemeinsam Essen gegangen, sondern haben jeder für sich beim Briefeschreiben etwas gegessen. Der PJ-Unterricht hat, mit einigen Ausfällen, einmal in der Woche für 30 Minuten (anstatt wie vorgesehen 90 Min) stattgefunden (müsst ihr einfordern, sonst gibt es keinen). Rotation in die ZNA war möglich (man muss sich halt selber drum kümmern). Dort war es nett. Ich wurde meist schonmal vorweg zur Untersuchung und Anamnese zu den Patienten geschickt. Leider gab es im Nachhinein keine Rückmeldung von den Ärzten und ich konnte auch keine Übergaben machen, da die Ärzte einfach alles selber nochmal untersucht und erfragt haben. Das kann an dem hohen Arbeitsaufkommen gelegen haben und/oder daran, dass zwei Ärztinnen selber noch nicht so gut deutsch sprachen. Nach den ersten vier Wochen hat das Krankenhaus plötzlich das kostenlose PJler- Mittagessen abgeschafft (jaaa so läuft das im Asklepios...). Nach viel Protest wurde diese Regelung eine Woche später wieder zurückgezogen. Ich kann an diesem KH gar nichts empfehlen. Übrigens: In Hamburg haben Studenten generell nur alle zwei Wochen an festgelegten Freitagen "frei". An diesem Studientag findet eine Pflichtvorlesung (10-13:30Uhr) an der Uniklinik statt.

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