PJ-Tertial-Bericht am Spital Leuggern

Innere

Leuggern, Schweiz · 8 Wochen · Station Innere · 11/2015 – 03/2016

Veröffentlicht am

3.67
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 3
Unterricht 4
Betreuung 3
Freizeit 6
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1380
Gebühren
100

Erfahrungsbericht

Dass bis vor Kurzem nur chirurgische UA-Stellen angeboten wurden und keine für Innere Medizin, merkt man deutlich. Die Klinik hat eher einen chirurgischen Schwerpunkt und ist auf ein medizinisches Belegarztsystem ausgerichtet (Innere "lernt" man also von externen, in die Jahre gekommenen Hausärzten, die ihre Patienten ewig kennen und alle irgendwie gleich behanden), man macht also als medizinischer UA genau die gleichen Tätigkeiten wie ein chirurgischer. Pikettdienste sind Pflicht und je nachdem, wieviele UA gleichzeitig da sind, muss man häufiger ran oder eben nicht. Der normale Dienst geht von 7:30 bis 10h später plus 30Minuten Pause, also 18 Uhr. Der Pikettdienst geht regulär von 7:30 - 21 Uhr (davon dann 1h Mittagspause), meistens sind wir aber erst weit danach rausgekommen und ggf. in der Nacht noch für eine Sectio o.Ä. rausgeklingelt worden. Glücklicherweise gibt es eine Arbeitszeiterfassung, die sehr genau die (bei uns vor allem Über-)Stunden zählt. Die meiste Zeit verbringt man im OPs, das OP-Programm funktioniert auch nur mit UA. Die Charakter der Operateure sind sehr breit gefächert, bei einigen ist man viel am Lachen, bei anderen braucht man ein sehr gefestigtes Selbstbewußtsein. Für Menschen mit untrainierten Oberarmen empfehle ich vorher mässiges Training ... den die Operationsmethoden für Hüft-TPs sind bei bis auf einen Arzt etwas ... nun ja ... veraltet und es wir schnell sehr anstrengend, wenn man über fast 2 Stunden sowohl das Bein eines Patienten als auch die Haken halten muss ... Als UA ist man für die Eintritte verantwortlich, pro Tag können das von 2 bis 15 sein. Man macht also Anamnese und eine kleine körperliche Untersuchung und trägt das gesammelte Wissen dann anschliessend in die elektronische Patientenakte ein. Am abwechslungsreichsten ist der kleine Notfall mit etwa 5 Betten, hier kann man sich mit dem richtigen Assistenzarzt an der Seite wirklich austoben. Wunden nähen, Blut abnehmen, Flexülen legen, Ultraschall machen, EKG schreiben, Gipsen, Austrittsberichte diktieren ... Wenn man eigene Patienten haben möchte, ist das hier möglich und die Pflege hat sich bei uns sehr über jedes Engagement gefreut! Das Personalhaus ist direkt gegenüber des Spitals und ist voll (!) ausgestattet. Bettwäsche wird gestellt, Handtücher allerdings nicht. Freizeitwert in Leuggern ist gleich Null, allerdings habe ich so viel gearbeitet, dass ich eh keine Zeit für etwas anderes hatte, als "drüben" in Waldshut günstig einkaufen zu gehen. Inzwischen haben die leitenden Ärzte, die zu meiner Zeit dort waren, gewechselt, zudem gingen einige AÄ und neue kamen hinzu, daher mag meine Beurteilung vielleicht nicht mehr ganz zutreffen. Aber meinen Erfahrungen nach, ist es NICHT empfehlenswert, in Leuggern als Innere-UA etwas lernen zu wollen, ich habe dort trotz meines Innere-Teritals mehr Chirurgie gemacht als aktuell in meinem Chirurgie-Tertial ...

Bewerbung

Sehr kurzfristig, bei mir knapp 2 Monate.
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