PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Muensterlingen
Allgemeinchirurgie
Muensterlingen, Schweiz
·
8 Wochen
·
Station ?
·
05/2015 – 10/2015
Veröffentlicht am
3.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
3
Team Station
1
Kontakt zur Pflege
4
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
3
Unterricht
2
Betreuung
4
Freizeit
4
Station / Einrichtung
3
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 1300chf
Erfahrungsbericht
Pro:
- Das Kantonsspital ist die aller schönste Klinik nördlich der Alpen. Wo sonst hat man aus dem OP-Fenstern das perfekteste Bodenseepanorama???
- Herrliche Sonnenauf- und Untergänge auf dem Arbeitsweg
- Badestrand fußläufig zu erreichen
- sehr moderner OP auf neustem technischen Stand mit Da vinci Roboter und allem Schnickschnack
- zu meiner Zeit sehr nette Assistensärzte für eine egsellige Arbeitsathmosphäre (alleine dafür hat sich die Zeit gelohnt!!!)
- Teilweise sehr engagiete Oberärzte, die sehr viel Energie in die Lehre stecken (leider in der Minderzahl!)
Contra:
- die meiste Zeit kommt man sich leider alls billige Arbeitskraft vor
- Nachtbereitschaftsdienste müssen von den Unterassistenten üernommen werden. sprich: je weniger UHUS desto mehr Dienste (Alle Nächte, sowie Sonn- und Feiertage müssen abgedeckt sein). Wenn man nicht gerade in dem Mitarbeiterhaus wohnt, verbringt man schnell mal 36 Stunden in der Klinik. Zwar kommt nicht in jedem Nachtdienst eine OP vor, doch kann man auch ordentlich Pech haben und die ganze Nacht Haken halten und muss am nächsten Tag wieder stramm stehen. (vertraglich kein Anrecht auf Urlaub!!!)
- Wenig Wertschätzung von "Oben"... (am ersten Tag wurde ich komplett ignoriert, am letzten Tag gabs noch nicht einmal ein Dankeschön) und mal ganz ehrlich, wo ist der Lernwert nach 16 Hüft Ops und 10 Schilddrüsen Ops?
- Teils sehr schlecht gelaunte Oberärzte
- Bevorzugung von Studenten aus Bern
- man wird grundsätzlich nicht zu Laparoskopischen OPs eingeteilt
Bewerbung
Fazit: Trotz schönster Voraussetzungen leider eine Klinik in der subjektiv Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Geld vor der Arbeitsathmosphäre und der Ausbildung einer kommenden Ärztegeneration steht.
Wer dies dennoch in Kauf nimmt, wird belohnt mit
- einem guten Beispiel, wie man es später einmal besser machen kann,
- mit der schönsten Klinik nördlich der Alpen in einer herrlichen Urlaubslandschaft.
Und wer selber mal Chirurg werden will, schafft es sicher auch mit viel Eigeninitiative in die Herzen der Oberärzte und des Chefs und kann dann sicher viel lernen. Und immerhin, man bekommt mehr Geld als in Deutschland.
Ich bereuhe die Zeit auf jeden Fall nicht.
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