PJ-Tertial-Bericht am Bezirkskrankenhaus Augsburg

Psychiatrie

Augsburg, Deutschland · 8 Wochen · Station Allgemeinpsychiatrie · 01/2016 – 04/2016

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
370

Erfahrungsbericht

Vorneweg zum Thema Unterricht: Man kann freitags immer zum PJ-Unterricht ins Zentralklinikum gehen (der geht bis mittags, danach ist frei :)); den Unterricht fand ich sehr unterschiedlich je nach Dozent; grundsätzlich ist es eine gute Möglichkeit der Themenwiederholung, andererseits versetzt es einen doch in Zeiten von mehr oder weniger spannenden Uni-Vorlesungen - die ja eigentlich schon vorbei sind! ;) Zum BKH selbst: PJ dort kann ich wärmstens empfehlen! Ich war zu der Zeit die einzige PJlerin im Haus und wurde durchwegs sehr freundlich aufgenommen und in den Arbeitsalltag integriert. Anfangs war ich auf einer allgemein-psychiatrischen geschlossen geführten Station eingeteilt - dort hat es mir so gut gefallen, dass ich gerne den größten Teil der Zeit dort geblieben bin. Jeder Tag ist aufs Neue spannend, Langeweile gibt es nicht - garantiert! Man hat sehr viel Kontakt zu den Patienten (meist tägliche Visiten, dazu kommen spontane Anliegen von Seiten der Patienten). Man sieht sehr viele akute Krankheitsbilder (insbesondere aus dem Spektrum paranoid-halluzinatorisches sowie depressives Syndrom). Auch ist es interessant, sich mit den rechtlichen Hintergründen bei einer Behandlung auf einer geschlossenen Station auseinanderzusetzen. Das Patientenspektrum betrifft alle Altersklassen (18-65J., für Ältere gibt es die geronto-psychiatrischen Stationen). Tätigkeiten: Patientengespräche (Visite, ausführliche biographische/soziale Anamnese, Krisenintervention - zumind. dabei sein) inkl. Dokumentation, Verfassen von Krankengeschichten und Arztbriefen, Angehörigengespräche, körperliche Untersuchung, Anmeldung von EKG (und jede Menge befunden ;)) /EEG/MRT, Teilnahme als Ko-Therapeutin an psychotherapeutischen Gruppen. Zusätzlich wurde es mir ermöglicht, wochenweise noch in einigen anderen Bereichen zu hospitieren (Gerontopsychiatrie, Suchtklinik, Notaufnahme inkl. Konsiliardienst). Ich fand es interessant, weil das psychiatrische Spektrum sehr breit ist und die Arbeitsweise sich von Station zu Station bspw. in der Frequenz und Akuizität der Patientengespräche sowie in der hauptsächlichen Medikation (z.B. bei Suchterkrankten oder alten Patienten) unterscheidet. Fazit: Sicherlich wird deine Erfahrung (wie immer) davon abhängen, wie sehr du dich selbst einbringen möchtest (auch zeitlich - alle Mitarbeiter waren mir gegenüber sehr wohlwollend und zeitlich großzügig eingestellt, ich wollte dennoch inhaltlich so viel wie möglich mitnehmen). Für alle Psychiatrie-Interessierten sicherlich eine gute Anlaufstelle angesichts des breiten Behandlungsspektrums des Hauses sowie der freundlichen Mitarbeiter!

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