PJ-Tertial-Bericht am Bezirkskrankenhaus Augsburg

Chirurgie

Augsburg, Deutschland · 8 Wochen · Station Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Herz/Thorax · 11/2015 – 03/2016

Veröffentlicht am

2.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
350
Gebühren
Wohnheim 146€

Erfahrungsbericht

Da ich eine Rotation zu 3 Fachrichtungen gemacht habe ist die Gesamtnote etwas schwierig zu vergeben, hier lieber einzeln: Herz/Thorax: Die Herzchirurgen genießen den Ruf der "Cowboys", was nicht unbedingt zum Vorteil der PJler wird. Die Assistenzärzte sind äußerst nett, zeigen auch gerne etwas und beantworten Fragen! Im OP wird man wenig eingesetzt höchstens einen Bypass am Bein zunähen. Oberärzte und Chefarzt eher distanziert. Die Thoraxchirurgie hat mir dafür sehr viel mehr Spaß gemacht, 2 Oberärzte lassen einen gern an Tisch und auch einiges machen wenn man sich interessiert zeigt. Allgemeinchirurgie: Hatte ich mich zuvor nie für das Fach interessiert, schafften es die Kollegen doch einen so gut zu integrieren auf eine herzliche Art und Weise dass sich die meisten vorstellen konnten hier direkt anzufangen. Der Chef stellt einen persönlich bei der Frühbesprechung vor, man wird einem Oberarzt und dessen Team zugeteilt so dass man eine feste Station hat (bei Herz/Thorax & Unfall NICHT der Fall!!). Sowohl OP Assistenz als auch hospitieren in den Sprechstunden (Adipositaschirurgie auch mal interessant), Fragen beantworten oder kleine Wundversorgungen (Nähe, Verbände, Drainage/Klammern ex) selbst vornehmen ist alles selbstverständlich. Ein freundlicher Umgangston wird hier groß geschrieben und JEDER vom Team sympathisch. Kontrapunkt: meist einfach viel zu viele Studenten, so dass man sich gegenseitig die OPs und spannenden Sachen" wegnimmt". Etwas mehr Eigenverantwortung (eigene Patienten betreuen) hätte ich mir noch gewünscht. Unfallchirurgie: Ich wollte mir das "Beste zum Schluss" aufheben dachte ich und wurde leider bitter enttäuscht. Meine ursprüngliche Begeisterung für Unfallchirurgie konnte hier leider nicht bestätigt werden. Grund dafür ist dass man erst mal keiner Station zugeordnet ist, keiner merkt so wirklich ob man da ist oder nicht, viel Eigeninitiative ist gefragt diese stößt mal mehr mal weniger auf Ressonanz. Notaufnahme gäbe es oftmals viel zu sehen, da wir jedoch zu viele Studenten waren auch hier manchmal schwierig sich einzubringen. viele Blutabnahmen! Es wird erwartet dass PJler alles Blut abnehmen, dafür auch die Visite o.ä. sausen lassen, das obwohl Arztassistentinnen (ein Beruf den ich bis dato gar nicht kannte) da sind. Alles in allem eine tolle Zeit! Ein riesen Dankeschön gilt der PJ Beauftragten K.B., ein Herz von Mensch, die für jeden Wunsch eine Antwort parat hat. Rotationen auch in fachfremde Gebiete sind möglich (ich besuchte je 1 Woche Patho & Radio). Wohnen im Personalwohnheim ist sehr günstig, ca 10min mit dem Rad zum Klinikum, recht annonym, Gemeinschaftsküche&bad, rechtzeitig um den Platz bewerben (einige mussten sich auf dem privaten Wohnungsmarkt umschauen)!!

Bewerbung

Bewerbung über LMU über normale PJ-Bewerbungsfristen ca halbes Jahr vorher (genaue Termine/Frist beachten!)
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