PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Neustadt am Ruebenberge
Innere
Neustadt am Ruebenberge, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station Normalstation
·
01/2015 – 05/2015
Veröffentlicht am
4.60
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
5
Team Station
4
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
5
Unterricht
6
Betreuung
6
Freizeit
3
Station / Einrichtung
2
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 400
Erfahrungsbericht
Das Tertial in Neustadt war mein bis Dato schlechtestes Tertial.
Es ist unorganisiert, es gibt keinen Rotationsplan, keinen Unterricht und kein Interesse am PJler (Name, Alter, was will er/was kann er). Die Assistenzärzte arbeiten alle lang und viel, es fehlen augenscheinlich einige Stellen.
Je nach dem mit welchem Assistenten man auf Station eingeteilt wird, ist es auch nett und witzig, es wird erklärt und gelacht. Dennoch ist man als PJler ganz alleine für sämtliche Blutentnahmen und Viggos (des Krankenhauses???) verantwortlich. An meinem spitzen-Tag habe ich 29 BEs und 12 Viggos gelegt. Das war jetzt nicht hammer erschreckend, sondern fast die Regel. Durchschnittlich waren ca 20 BE und 6-7 Viggos pro Station pro Tag zu erledigen (und ich bin wirklich schnell!). Mit der Visite wurde nicht zwangsläufig gewartet. Es gibt zwar Stationsassistentinnen, die werden aber sofort "krank", sobald sie einen Studenten sehen.
Die einzigen Telefonanrufe von anderen Ärzten zielten nicht darauf ab, auf spannende Untersuchungen oder Fälle hinzuweisen, sondern waren stets die Aufforderung auch noch auf den anderen Stationen ihr Blut abzunehmen....Ahja. Wie eine Ärztin mir dort so schön an Kopf warf "Du bist hier zum Blut abnehmen , sonst nix"...
Ich bin weder schüchtern, unsympathisch, unbegabt noch verklemmt, aber ich fand dieses Tertial und die nicht vorhandene Wertschätzung des PJlers einfach wirklich schlecht. Vielleicht war es in NRÜ früher mal so schön wie ältere Bewertungen zeigen, aber während meines Einsatzes war dies nicht der Fall.
Aber wo viel Schatten, da auch etwas Licht: Es gab natürlich auch viele nette Assistenzärzte, mit denen das Arbeiten Spaß gemacht hat und die auch Bock hatten, einem etwas beizubringen. Dies war leider etwas schwierig, da sie chronisch unterbesetzt erscheinen und sie viel arbeiten müssen.
Hervorzuheben ist hier die Geriatrie, deren Leiter einem viel beibringt und mit einbindet, sowie die ZNA, in der man unter der Aufsicht der zuständigen Ärztin auch so gut wie eigenständig arbeiten darf. Sie spricht jeden Patienten noch mal durch und gibt hilfreiche Tipps. Leider waren diese Zeiträume durch den nicht vorhandenen Rotationsplan viel zu kurz, sodass man den Großteil auf Normalstation abhing um Blut abzunehmen....
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