PJ-Tertial-Bericht am ZI Mannheim

Psychiatrie

Mannheim, Deutschland · 8 Wochen · Station 5a · 12/2015 – 02/2016

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Die Betreuung am ZI Mannheim war unglaublich. Ich war auf der Station 5a, eine offene Station mit dem Schwerpunkt paranoide Schizophrenie. Ab dem zweiten Tag durfte ich Aufnahmegespräche selbstständig führen, während der Stationsarzt daneben gesessen ist und im Nachhinein noch Fragen ergänzt hat. Alle aufgenommenen Patienten konnte ich selbstständig visitieren und weiter betreuen. Morgens übernahm ich die Blutabnahme, tagsüber neben den Visiten anfallende Untersuchungen. Es war mir auch möglich eine Lumbalpunktion selber (natürlich unter Anleitung und Beistand) durchzuführen. Es gibt die Möglichkeit im Haus bei EKTs zuzusehen und auch mal tageweise die Station zu wechseln (Intensiv, Beschützende, Kinder). Da laufend Studentenunterricht stattfindet, konnte ich mir aussuchen an welchen ich teilnehmen wollte. Ich machte montags Anamnesegespräche mit und freitags sind wir in einer Gruppe von 5 mit einem leitenden Oberarzt zusammen gesessen und haben verschiedene Krankheitsbilder diskutiert. Weiters gibt es freitags immer eine Fallvorstellung in der Ärztebesprechung. Zu all dem hatte mein verantwortlicher Assistenzarzt immer ein offenes Ohr für mich, beantwortete alle Fragen und nahm sich auch mehrmals die Woche Zeit im Einzelgespräch mit mir über Diagnosekriterien usw. zu sprechen. Ich war wirklich hellauf begeistert und meine Skepsis gegenüber der Psychiatrie hat sich gelegt. Auf der Station arbeitet auch eine Psychologin. Ich konnte auch an verschiedene Gruppenvisiten und Therapien teilnehmen. Einmal am Tag gibt es ein gratis Essen in der Mensa, wobei das das Einzige ist, was ich nicht weiter empfehlen würde. :) Besser selber kochen oder etwas mitbringen. Die Arbeitszeiten sind variabel: offiziell geht es um 8:30 los. Die Ärzte bleiben bis 17:30, mir wurde gesagt, ich solle es wie auf meiner Uni üblich handhaben. Somit konnte ich länger bleiben, wenn etwas Spannendes passierte und früher gehen, wenn nichts los war. Unterkunft gibt es vom Krankenhaus keine, ist aber leicht selbst zu organisieren. Dienstkleidung ist nicht obligat, es laufen eigentlich alle (Ärzte und Pfleger) in Privatkleidung durch die Gegend.
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