PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Giessen

Hämatologie/Onkologie

Giessen, Deutschland · 8 Wochen · Station 11 Seltersberg · 12/2007 – 01/2008

Veröffentlicht am

5.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 6
Team Station 6
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 4
Unterricht 2
Betreuung 6
Freizeit 6
Station / Einrichtung 6

Details zum Einsatz

Vergütung
Gehalt??? Es gab ja noch nichtmal Ausbildung!

Erfahrungsbericht

So stell ich mir die Hölle vor. Erste Woche: 2 Tage kein Wort mit den Ärzten geredet, 2. Woche fragte mich die Sekretärin, wie lange ich eigentlich da bliebe. "Ach 2 MONATE? Ich dachte 2 Wochen." Kommunikation gleich null (es sei denn, sie hatten Arbeit für mich). Betreuung absolut null selbst nachdem ich nach 4 Wochen mit dem PJ-Beauftragten und dem quasi-Chefarzt der Station über die Mißstände und meine Wünsche gesprochen hatte (andere Station, wegen PJler-Mangel nur mit Tauschpartner möglich). Es wurde etwas freundlicher von der Atmosphäre, als eine weitere Stationsärztin aus dem Urlaub kam, die sich sogar meinen Namen merkte! Mittagspause war generell möglich, ich hab aber meist darauf verzichtet, weil ich dann noch eine halbe Stunde länger hätte bleiben müssen! In den letzten 4 Wochen war es im Schnitt 18 bis 18:30, manchmal noch länger (ok, am Anfang auch deutlich kürzer, ca 16 Uhr) daher keine Freizeit (brauchte den Rest des Abends zum Abregen).Tätigkeiten: Es gab einen offiziellen Blutentnahmedienst, daher konnte ich (anders als auf anderen Stationen) an der Visite teilnehmen (Stationsärzte gegen Oberarzt, und der war mal echt gut und hatte sehr oft recht). Ein wenig Theorie gelernt, neben den meist sehr guten regelmässigen Fortbildungen das Beste am Tag. Auf Knochenstanzen hab ich aus persönlichen Gründen verzichtet. Ansonsten Blutentnahmen bei Neuaufnahmen (oft Port anstechen, Hickmann versorgen) und ausserplanmässige Blutentnahmen. Braunülen, Telefonate, Pat. aufnehmen, EKG, Aufnahmebefunde in PC eingeben (zum einfachen kopieren in den Entlassbrief, das brauchte ich aber nie machen). Die letzten 2 Wochen eigene Patienten angeboten bekommen, aber nein Danke, bei der Betreuung?! Mit dem Pflegepersonal hatte ich übrigens kaum Kontakt. Ansonsten: Kleidung gegen 75 Euro Pfand. Das Essen ist eine Beleidigung! Salat teilweise sogar vergammelt! Statt Salz Glutamat auf den Tischen! Selbständig arbeiten: ja klar, ausser Punktionen, da war immer jemand dabei (Knochenstanzen, sonst nichts weil Ärzte selber nichts anderes konnten!). Das Schlimmste: KEINERLEI ANLEITUNG!!! Gott sei Dank nie wieder! Niemand, der Dir auch nur ein einziges Mal über die Schulter schaut und sagt "unsteril". Höchstens theoretisch erklärt, wie man einen Shaldon zieht (war dann ein Hickmann und ich kenn den Unterschied noch nicht und zieh wie eine Blöde dran). Übrigens laut Arzt am Besten im Sitzen zu ziehen (beim Einatmen auch noch). Was muß ich da noch sagen? Übrigens soll es wohl auch einige PJler geben, die die Station toll fanden. Durften viel selbständig arbeiten und punktieren/stanzen.

Bewerbung

Da zu wenig PJler vorhanden, jederzeit möglich. Aber überlegt es Euch gut!
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