PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital St. Gallen

Allgemeinchirurgie

St.Gallen, Schweiz · 8 Wochen · Station - · 08/2015 – 10/2015

Veröffentlicht am

4.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 5
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 4
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 5

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Mein Eindruck ist, dass man hier eine billige Arbeitskraft ist, was wenig mit dem filigranen und neugierigen Studentenstatus zu tun hat, den man vielleicht kennt. Eure Aufgaben sind: auf Vistite mitgehen und irgendwie dokumentieren, was man aufschnappt (eigene Patienten weit gefehlt). Dann die Eintritte für die Mittagsbesprechung vorbereiten, aber rein aus den Akten, ohne Patientenkontakt (was aber recht interessant sein kann) und die Austrittsberichte vorzuschreiben (aber nicht abzuschliessen). Daneben weitere (Ab)Schreibjobs, überflüssige Telefonate oder Botengänge. Und dann natürlich OP, wo euch je nach Operateur ein gutes Teaching mit geduldigem Feedback erwartet oder, häufig, die sog. St Galler Schule (nach dem alten Chef), in der die 2. Assistenz den Haken und Mund zu halten hat. Der Ton im OP teils ok, teils bleidigend. Nähen oder sonstiges unvorstellbar. Ausserdem müsst ihr mit Ausleiten, sodass ihr zwischen zwei OPs teils gerade so aufs Klo kommt, während die andern Suppe schlürfen und Kaffee trinken. Besser ist der Einsatz im Ambulatorium, wo man die vorstationäre Ganzkörperuntersuchung der Patienten macht- nur meißt leider ohne Feedback oder Relevanz eurer Befunde. Und die Notaufnahme, in der ihr auch mal nähen dürft. Grosser Dank gilt den Assistenten und OAs, die einem gerne was erklärt haben. Positiv ist auch die Tatsache eines grossen Hauses, in der man alle erdenklichen Operationen miterleben kann. Die Stimmung in der Abteilung ist teils mässig. Im Gegensatz dazu war die Stimmung unter den PJlern hervorragend, wie eine grosse WG. Die Umgebung ist sowieso bezaubernd schön. Achja und stempeln muss man seit neuestem, wobei das Stundenkonzept nicht gerade zu euren Gunsten ist - aber das ist das geringste Problem der Abteilung. Fazit: wenns die Schweiz sein soll, dann lieber wo anders. Woher hier die positiven Bewertungen kommen war uns Uhus unverständlich.

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