PJ-Tertial-Bericht am Klinik Barmelweid

Innere

Barmelweid, Schweiz · 16 Wochen · Station verschiedene · 03/2015 – 06/2015

Veröffentlicht am

1.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
ca. 1300 netto

Erfahrungsbericht

Ich kann mich meinem direkten Vorredner weitestgehend anschliessen, aber noch ein paar Details: Disziplinen sind wie geschildert: Kardiologie (nur Reha), Pneumologie (auch ein paar wenige Akutfälle), Schupperwochen in Schlafmedizin und PSOM möglich. Zur Rehaklinik allgemein: Bei einer Rehaklinik darf man natürlich kein Akutkrankenhaus erwarten. Die durchgeführte Diagnostik ist eher überschaubar, schliesslich kommen die Patienten ja gerade aus einem Akutkrankenhaus. Wer selber plant, in die Innere Medizin zu gehen, sollte sein PJ-Tertial vllt. "sinnvoller" nutzen. Wer allerdings vorhat, operativ-, anästhesiologisch-, oder intensivmedizinisch tätig zu werden, für den lohnt sich ein solches Tertial durchaus. So sieht man hier einmal Patienten, die auch grosse Operationen, Reanimationen und ähnliches überlebt haben, und auf dem Weg der Besserung sind -- man bekommt hier quasi die Antwort auf die Frage, warum man den ganzen operativen und intensivmedizinischen Irrsinn eigentlich überhaupt macht -- während man von Intensivstationen o.ä. ja vor allem die Langlieger, bei denen alles schief geht, im Gedächtnis behält... Zur Schweiz allgemein: Viele Unikliniken und vergleichbare Häuser in der Schweiz nehmen prinzipiell keine Berufseinsteiger. Da es in der Schweiz ausserdem üblich ist, die Arbeitsstelle alle 1-2 Jahre zu wechseln, arbeiten in kleinen, peripheren Häusern hauptsächlich (oft deutsche) Berufsanfänger. Dies erklärt auch, warum einem als PJler gerade komplexere Fragen oft von den Assistenzärzten nicht beantwortet werden können. Zur Barmelweid konkret: Die Hauptaufgabe der PJler besteht darin, Patienten aufzunehmen, die zugehörigen Arztbriefe durchzuarbeiten, alles im System einzutragen, und dem zuständigen Oberarzt vorzustellen. Gelegentlich kommt es auch vor, dass man Austrittsberichte von Assistenzärzten mit schlechten Deutschkenntnissen in lesbare Form bringt, und nebenbei feststellt, dass entscheidende Informationen noch ergänzt werden müssen. Mit Glück findet man dann auch einen anderen Assistenzarzt, der noch einmal drüber liest, damit man selber irgendein Feedback bekommt. Ob man etwas lernt, ist hier ziemliche Glückssache. So gibt es einige Assistenzärzte, die ein ehrliches Interesse daran haben, einem etwas beizubringen -- auch wenn sie selbst gerade viel zu tun haben. Andere hingegen sehen PJler nur als praktische Möglichkeit, blödsinnige Arbeiten Abzuturfen. Die Oberärzte sind eigentlich alle sehr nett. Wenn sie anwesend sind und Zeit haben, machen sie gelegentlich auch teaching. Das Freizeitangebot vor Ort (Sauna, Schwimmbad, Fitnessstudio) ist hervorragend, die Barmelweid ist schön, aber wirklich sehr abgelegen. Ich übernehme von meinem Vorredner: + unkomplizierte Bewerbung und gute Organisation es Eintritts + schöne, aber etwas abgeschiedene Lage + Benutzung von Schwimmbad (12,5 m), Sauna und Turnhalle gratis, Fitnessstudio 10 CHF/Monat + entspannte Arbeitszeiten + guter Lohn jedoch - schlechte Strukturierung der Arbeit, nach ein paar Wochen werden einzig allein Eintritte und MMS machen langweilig und frustrierend; mir fehlten Rückmeldungen und systematisches Heranführen an weitere Aufgaben, vielleicht liegt es aber auch daran, dass es eben eine Reha-Klinik ist und medizinisch nicht übermässig viel passiert - das Personalwohnheim wird von Oktober bis Mitte nächsten Jahres renoviert, bis dahin wohl kein Wohnen dort möglich

Bewerbung

relativ kurzfristig (halbes Jahr etwa)
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