PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Mannheim

Orthopädie

Mannheim, Deutschland · 12 Wochen · Station 36-2,37,2,37-4 · 08/2015 – 11/2015

Veröffentlicht am

5.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 6
Unterricht 6
Betreuung 6
Freizeit 4
Station / Einrichtung 5

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0
Gebühren
Kleidung muss selbst gewaschen werden

Erfahrungsbericht

Aufgaben: - Blutabnehmen, - Hakenhalten (meist Hüft-Tep, in der Regel als 2. Assistenz - heisst man sieht und lernt nix, darf aber wenn man "gut" ist gerne auch 4 Ops hintereinander machen) - AHB Anträge ausfüllen - Röntgenbilder ausdrucken und in eine Mappe einsortieren - Die Stationsliste immer aktuell halten und die Laborwerte eintragen Lehre: - keine, weder in Form von strukturiertem Unterricht noch in Form von bed-side teaching - Fragen werden nicht immer beantwortet - die Möglichkeit an den Sprechstunden teil zu nehmen ist nicht gegeben Essen/Vergütung: - 5 (virtuelle) Euro auf der Mensakarte, die nach 15:30 Uhr wieder verfallen und nicht akkumulieren, man wird dabei aber als Mitarbeiter geführt und muss den vollen Preis zahlen. Am Wochenende wird kein Geld auf die Karte geladen.. Zuvor hatte man noch Studentenstatus und konnte vergünstigt essen. - Vergütung: Keine - Die Geschäftsführung wirbt mit einem "Anerkennungsgeld" Einmalig 1000 Euro für die besten 25% im M2. Das Geld zu beantragen ist ein bürokratischer Horror (Sozialversicherungsausweis, Studienbescheinigungen, sonstige Bescheinigung der Krankenkasse etc.), Es können steuerliche Abzüge anfallen, man wird auf den Abrechnungsbelegen als "Arzt - 100 Prozent" Stelle geführt. Im Optimalfall bekommt man dann 83 € Pro Monat gestückelt ausgezahlt über 12 Monate, aber auch wirklich nur wenn man mindestens 2! Quartale am Uniklinikum macht und die Voraussetzungen erfüllt. Ansonsten bekommt man nix! Arbeitsklima/Team: - schlecht - Derzeit viele Kündigungen, chronischer Personalmangel und personelle Unterbesetzung - Dementsprechend ist auch kein wirkliches Team vorhanden - OP Personal extrem unfreundlich vor allem gegenüber Studenten Studientage/Regelung der Arbeitszeiten: - Keine Studientage - Mittwochs ab 12:00 grotteschlechter PJ Unterricht (Total sinnfrei, schlecht betreut aber unbedingt anwesenheitspflichtig - das wird genaustens überprüft und im schlimmsten Fall wird man nicht zum Examen zugelassen) - Keine geregelten Arbeitszeiten - es wird im Vorfeld vertraglich nichts festgelegt! Allerdings wird erwartet dass man täglich von 07:15-17:30 (nach der Mittagsbesprechung) anwesend ist und gegebenenfalls auch schon mal länger Sonstiges: - Man erhält kein Dosimeter (Man ist aber fast jeden Tag im OP und auch immer nah am Strahlengang) - Man braucht ein dickes Fell. Es finden sich in der Abteilung überproportional viele Choleriker. Dies bekommt man im OP oder auch auf Station oft zu spüren. Falls mal Türen geknallt werden, sich Leute anschreien, Schimpfworte fallen oder im OP mit Instrumenten geworfen wird am besten einfach cool bleiben und nicht einschüchtern lassen. In der Regel ist das alles Show um Inkompetenz zu übertönen.... - Falls man wirklich Interesse an der Orthopädie hat und ein breites Spektrum sehen möchte und auch etwas lernen möchte - am besten das Quartal extern machen. In manche Bereiche der Orthopädie gewinnt man hier kaum/gar keinen Eindruck: Kinderorthopädie, gelenkspezifische Sprechstunden (Schulter, Knie, Endoprothetik, WS), Sportverletzungen, Arthroskopie, Hand/Fuss.

Bewerbung

Keine Vorlaufzeit, wenige Bewerber. Die Fakultät ist dazu übergegangen PJ Studenten aus der Allgemeinchirurgie abzuziehen und in die Unfallchirurgie zu stecken. Wen das trifft weiss man erst kurz vor Antritt des PJs. Ansonsten ist es zu empfehlen Ortho als Wahlfach auswärts zu machen. Man wird in der Regel sowieso von extern geprüft.
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