PJ-Tertial-Bericht am Spital Aarberg

Anästhesiologie

Aarberg, Schweiz · 16 Wochen · Station OP, Prämedikationen · 11/2014 – 03/2015

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1200

Erfahrungsbericht

In Aarberg besteht das Anästhesie-Team aus einem sehr erfahrenen Chefarzt, der jedoch leider in knapp einem Jahr in Rente geht, und aus zwei Leitenden OAs, der eine ebenfalls sehr erfahren und leider auch nicht mehr allzu lange dort. Ansonsten übernimmt die Anästhesiepflege viele Aufgaben, wie z.B. die Betreuung von unkomplizierten Patienten im Saal, sodass die Anästhesisten hauptsächlich die Einleitungen machen. Das ist nach einer kurzen Demonstrationsphase dann auch Aufgabe des PJlers, sodass man nach einer gewissen Zeit (bei mir ca. 6 Wochen) Patienten komplett alleine von der Prämedikation bis zur Abgabe im Aufwachraum betreut, wohlgemerkt ist immer ein Arzt ansprechbar und schaut bei der Einleitung zu. So wird man wirklich bestens integriert und auch die meisten Pfleger sind sehr aufgeschlossen und nett. Teilweise fühlt es sich sogar so an, als wären die Ärzte und einige Pfleger daran interessiert, dass man als PJler möglichst viele Einleitungen macht. Hier überwiegen, wie ich finde zum Glück (für Patient und Student), die Regionalanästhesien. Im Krankenhaus gibt es keine ITS, sodass hauptsächlich kleinere OPs gemacht werden (bis max. Hemikolektomien), davon die meisten in Spinalanästhesie oder Blöcken. Ich habe in den 14 Wochen über 100 Spinalanästhesien (mehr als man in D für den Facharzt Anästhesie braucht), ca. 30 Intubationen (inkl. videoassistiert etc.) und ca. 40 Blöcke (Ischiadikusblock, Femoralisblock- und Katheter, Axillarblock) gemacht. Hierneben müssen die PJler des ganzen Hauses sich die Wochend-Piketts, sprich Rufdienste teilen, (unter der Woche in der Nacht auf Wunsch auch möglich) diese werden jedoch vergütet und mit Freizeitausgleich entschädigt, sodass man sich am Ende Tage freinehmen kann, ohne die 30 Tage fürs PJ aufzubrauchen. Wenn man hier gerufen wird, ist man 1. Assistenz bei notfallmäßigen Eingriffen, meist Frakturen, lap. Appendektomien und Cholezystektomien. Hier ist es auch völlig selbstverständlich, dass man zunäht. Die Unterkunft wird aktuell noch von den Chefärzten gezahlt (380 CHF), aber das Spitalnetz Bern will das wohl kippen, also einfach mal nachfragen. Die Umgebung ist, wenn man ein Auto hat, absolut traumhaft. Man ist in ca. 1 bis 1 1/4 Stunden in den großen Ski- und Wandergebieten des Berner Oberlandes, in 20 Minuten in Bern (geht auch gut per Bus und Bahn, auch nachts) und ohnehin schnell in der französischsprachigen Schweiz. Hier auch der Vorteil, wenn man Französisch spricht, da ca. 5 % der Patienten französischsprachig sind. Unterm Strich ein perfektes Tertial dank des Einsatzes und der Kompetenz von Dr. Ruzicic und Dr. Stasiek, die nicht nur unglaublich kompetent sondern auch sehr sehr nett und witzig sind und denen wirklich viel daran gelegen ist, den PJlern möglichst viel beizubringen.

Bewerbung

Mindestens 6 Monate vorher über Frau Circo, die sehr nett, organisiert und kompetent zur Seite steht.
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