PJ-Tertial-Bericht am Marienhospital

Unfallchirurgie

Duesseldorf, Deutschland · 12 Wochen · Station 4 · 04/2013 – 04/2013

Veröffentlicht am

4.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 6
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 3
Unterricht 4
Betreuung 4
Freizeit 3
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
600

Erfahrungsbericht

Das Tertial der Chirurgie im Marien Hospital Düsseldorf gliederte sich in zwei Teile. Den allgemeinchirurgischen und den unfallchirurgischen Teil. Diese Bewertung bezieht sich auf den unfallchirurgischen Teil. Ich habe dort absolut NICHTS gelernt. Zum Einen lag es daran, dass schlicht und ergreifend wenig Patienten da waren. Zum Anderen gibt es offenbar einen neuen Beruf, der sich "CTA'ler" nennt. Zur Erklärung: Den Beruf des sog. chirurgisch-technischen Assistenten gibt es meines Wissens nach in NRW (evtl. auch Deutschland?) in dieser Form nur in Düsseldorf. Die Aufgaben des CTAlers bestehen darin Blut abzunehmen, Briefe zu schreiben, bei Operationen und kleinen ärztlichen Eingriffen zu assistieren (also u.A. auch Wunden nähen!), abdecken etc.. Im Wesentlichen also alle Tätigkeiten, die normalerweise Assistenzärzte, PJler und Famulanten durchführen würden und das ist auch genau der Sinn dieser Ausbildung: weil es kaum noch Nachwuchs in der Chirurgie gibt hat man billigen Ersatz geschaffen, die für die alternden Ober- und Chefärzte die Haken halten. Der Nachteil besteht nun darin, dass die CTAler im Vgl. zu PJlern und Famulanten bereits eingearbeitet sind sodass viele egoistische Oberärzte CTAler den angehenden Ärzten als Assistenz vorziehen. Dann nehmen die CTAler einem auch aktiv die anfallende Arbeit weg(Operationen, Briefe), am Liebsten während man mit der Blutabnahme beschäftigt ist und wenn die CTAler einen nicht ausbooten tun es die anderen PJler und Famulanten. Die Station war völlig überflutet mit PJlern, Famulanten und CTAlern. Desweiteren haben mich die Vorgesetzten systematisch von allen Tätigkeiten ausgegrenzt. Ich habe einen meiner Oberärzte - ich habs gezählt - etwa 42 mal gefragt ob ich einen Arztbrief schreiben darf - ohne Erfolg. Bei den Verbandswechseln hieß es es gäbe genug Leute. In den OP konnte ich auch nicht, weil der Oberarzt die CTAlerin bevorzugt hat - vielleicht hatte die zwei Argumente, die ich nicht habe? Wenn die Vorgesetzten einen gerade nicht ausgrenzen machen sie sich einen Spaß daraus ihre Jünglinge zu schikanieren, indem sie einen vor versammelter Mannschaft anschreien, warum man denn so demotiviert sei. Oder generell so laut anschreien dass man es 4 Straßen weiter hört. Am Liebsten dann wenn mal wieder einer der in der Hierarchie höher gestellten Scheisse gebaut hat und man einen der in der Hierarchie nieder gestellten zum Frustabbau benötigt. Fazit: Wenn die Radiologie in diesem Krankenhaus der Himmel ist, dann ist die Chirurgie die Hölle. Wer Chirurgie lernen will sollte sich entweder Vit B besorgen oder ein anderes Krankenhaus aussuchen. Das PJ-Tertial auf der Viszeralchirurgie war aufgrund der CTAler- Seuche die beide Stationen infiziert hat nicht besser. Lediglich die Vorgesetzten waren weniger aggressiv dafür eher gleichgültig-distanziert.

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