PJ-Tertial-Bericht am Regionalspital Emmental Burgdorf

Innere

Burgdorf, Schweiz · 16 Wochen · Station 1.+2. Stock und Notfallstation · 11/2014 – 03/2015

Veröffentlicht am

1.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1000
Gebühren
250 (Wohnheim)

Erfahrungsbericht

Für ein Tertial ins Ausland zu gehen, war eine sehr gute Entscheidung, die ich zu keiner Zeit bereut habe. In Burgdorf habe ich extrem viel gelernt. Innere Medizin ist eigentlich gar nicht mein Fach, da ich eher chirurgisch orientiert bin. Aber Burgdorf hat mir die Medizin etwas näher gebracht. Ich hatte eine tolle Betreuung. Es ist immer ein Assistent für einen zuständig, mit dem man auch zusammen auf einer Station arbeitet. Es wird einem viel erklärt, damit man möglichst schnell eigene Aufgaben übernehmen und richtig mitarbeiten kann. Jeder freut sich über abgenommene Arbeit. Im Endeffekt hat man immer mindestens zwei Patienten, die man möglichst komplett selbstständig betreut. Also auch Untersuchungen anmeldet und die Patienten auch mit der Pflege und dem zuständigen Kaderarzt (Oberarzt) bespricht bzw. Therapievorschläge macht. Außer der Station war ich noch einen Monat auf der Notfallstation eingeteilt, wo man Patienten neu aufnimmt und anschließend mit dem zuständigen Kaderarzt bespricht. Falls dort Ausnahmezustand herrscht, kann es auch sein, dass man zwischendurch von Station dort hin gerufen wird, um einen Patienten zu übernehmen. In der Schweiz ist es üblich, dass die Pflege Blut abnimmt und Zugänge legt. Wenn man allerdings üben möchte, ist die Pflege über Hilfe auch immer froh. Ärztliche Aufgabe ist allerdings die Punktion von Arterien für eine arterielle Blutgasanalyse. Dies lernt man dort auch, da die Untersuchung nicht selten angefordert wird. Ich hatte außerdem das Glück selbstständig eine Pleurapunktion durchzuführen. Generell darf man unter Anleitung sehr viel machen, wenn man interessiert und engagiert ist. Am Wochenende oder an Feiertagen ist es gern gesehen, wenn man dem diensthabenden Assistenten unter die Arme greift. Hier darf man seine eigene Station komplett allein visitieren und anschließend mit dem Kaderarzt besprechen. Da man vorerst alleine zuständig ist, lernt man an diesen Tagen am meisten. Aber keine Sorge, es ist im Notfall natürlich immer jemand da und am Anfang bekommt man noch mehr Unterstützung. Freizeitmäßig kommt man in Burgdorf auch nicht zu kurz. Die Stadt selbst ist eher klein, aber im Wohnheim wohnt man zusammen mit allen anderen PJlern. Wir hatten eine Menge Spaß zusammen. Das Wohnheim selbst ist sehr sauber und nett eingerichtet. Bern ist mit dem Zug oder Auto nur 20-30 Minuten entfernt. Am Wochenende fährt ein Nachtbus, der einen vom Feiern direkt zurück zum Spital bringt...sehr praktisch. Ansonsten ist es praktisch ein Auto zu haben, um die Landschaft zu erkunden. Es lohnt sich der Thuner See oder auch Zürich und Luzern. Im Winter ist das Auto natürlich auch optimal um in die Skigebiete zu kommen. Man hat offiziell 5 Urlaubstage. Allerdings wird das nicht so genau genommen, wenn man es nicht übertreibt. Und man hat natürlich für die Wochenenddienste auch immer einen Kompensationstag, den man sich so legen kann, wie man möchte. Geldtechnisch bin ich mit einem großen Plus nach Hause gegangen, was allerdings daran gelegen hat, dass ich meine Wohnung in Hannover untervermietet habe. Das würde ich jedem empfehlen. Das Mittagessen ist sehr teuer (ca. CHF 9), aber sein Geld wert und man kann es sich auch leisten. Hier noch ein kleines Video, das wir am Ende gedreht haben, um vielleicht schon mal einen kleinen Eindruck zu bekommen: https://www.youtube.com/watch?v=7Js6JsF7Wt0

Bewerbung

Auch kurzfristig möglich. Ich habe mich nur 1/2 Jahr vorher beworben. Allerdings ist es immer gut, sich frühzeitig zu bewerben, da so die Chancen natürlich am größten sind.

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