PJ-Tertial-Bericht am Klinik Prien am Chiemsee

Innere

Prien, Deutschland · 16 Wochen · Station S3/4 und M1 · 08/2014 – 12/2014

Veröffentlicht am

2.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 6
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
300 € oder Zimmer

Erfahrungsbericht

Das Krankenhaus ist sehr klein. Es gibt eine Normal-, eine Privat- und eine Intensivstation. Man wird so nebenher geduldet und für Blutabnahmen, Viggos und Briefe eingesetzt. Ohne Eigeninitiative wird man sonst nicht viel tun. Unter Umständen darf man eigene Patienten betreuen, was mangels eigenem Telefon, PC-Login und Rechten aber sehr mühsam ist und komplett über den Assistenten laufen wird. Exotische Diagnostik gibt es im Haus nicht. Außer Sonographie, Pleura-/Aszitespunktionen, TEEs und Kolo-/Gastroskopie/ERCP wird man nichts sehen. Sonographieren und Punktieren darf man unter Umständen selbst, beim Rest steht man nur daneben. Ab und zu darf man beim leitenden Notarzt mitfahren und richtig was lernen - mit etwas Glück sogar mit dem Schnellboot zu einer der Inseln des Chiemsee. Das Team ist nett, aber wirklich aufgenommen wird man nicht (wurde mir von meinem Vorgänger schon berichtet). Teilweise wird man einfach den Tag über von den Oberärzten ignoriert, obwohl die Oberarztvisiten (2-4 mal pro Woche) sehr lehrreich sein können. DIe Assistenten sind nett, außerhalb hat man wenig miteinander zu tun. Das große Plus ist die Lage mit dem Freizeitangebot und das Wohnheim. Ohne Auto (oder Rad und gutem Wetter) ist man zwar aufgeschmissen, aber mit ist man hier im Paradies: Wandern (etliche Gipfel bis 1800 m in 30 Autominuten entfernung), Skifahren, Mountainbike (sogar ein Downhill-Park in der Nähe), Segeln (mehrere Verleihe am See), Paddeln, Schwimmen (kostenlose, sehr schöne und saubere Liegewiese mit Zugang zum See in 10 Gehminuten) - alles was das Outdoorherz begehrt. Im Wohnheim gibts eigene Küche mit 2 Kochplatten und Kühlschrank, sowie Bad mit Dusche und WC. Koch-Utensilien gibts zwar keine, dafür im Keller einen Gemeinschaftsraum mit großer, gut ausgestatter Küche mit Backofen, sowie Platz und Geschirr für locker 30 Leute. Geheimtip ist außerdem die Sauna im Haus, die man unter Umständen nutzen darf.

Bewerbung

Bewerbung geht über LMU München. Kontakt zur Sekretärin der Inneren Frau Fischer im Voraus zwecks erstem Tag und Frau Bohlmann wegen Zimmervergabe (FRÜHZEITIG!) im Wohnheim. Die Zimmer sind knapp (eins Chirurgie, eins Innere), können aber auch gut zu zweit genutzt werden. Dann gibt es sogar noch ~120 € Gehalt, das sonst komplett fürs Zimmer draufgeht. Es gibt zahlreiche Ärzte, die gute Kontakte zu Vermietern haben, sollte das Wohnheim belegt sein. Das ignoriert Frau Bohlmann aber - lieber direkt im Innere- und Chirurgie-Sekreteriat anrufen und darum bitten, dass rumgefragt wird. Sonst ist die Gegend quasi unbezahlbar.

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