PJ-Tertial-Bericht am UniversitaetsSpital Zuerich (USZ)
Innere
Zuerich, Schweiz
·
16 Wochen
·
Station Kardiologie-Ambulanz, Notfall, Innere Mischstation
·
04/2014 – 07/2014
Veröffentlicht am
3.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
4
Team Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
5
Unterricht
5
Betreuung
3
Freizeit
4
Station / Einrichtung
4
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- ca. 800
- Gebühren
- ca. 40 für notwendige Äquivalenzbescheinigung
Erfahrungsbericht
Vorab: Innere Medizin im Universitätsspital Zürich ist NICHT zu empfehlen!
Ich habe für mein Tertial in der Inneren Medizin das Universitätsspital ausgewählt, weil ich der Annahme war, dass man in einem so renomierten Haus in der Schweiz viel lernen kann. Leider wurde diese Erwartung auf ganzer Linie enttäuscht.
Zunächst die guten Seiten des PJs hier. Zumeist wurde man mit einiger Freundlichkeit behandelt und der späte Arbeitsbeginn (8 Uhr morgens, je nach Station auch noch später) ist sicher auch nicht schlecht.
Ich verbrachte meine Zeit hier insgesamt an drei Artbeitsplätzen. In der kardiologischen Ambulanz ist man lose einem Assistenten zugeteilt. Die Aufgaben des PJlers sind das Vorbereiten von 8 Arztbriefen und die Untersuchung und Besprechung von 2 Patienten pro Tag. Wie man sich denken kann, ist das nicht sehr viel für einen ganzen Arbeitstag - daher hat man oft Leerlauf. Aufgrund von Wartezeiten auf Untersuchungen oder den Oberarzt, schafft man trotzdem kaum einen Tag ohne Überstunden. Lehre findet nur sehr rudimentär statt.
Auf der Notfallstation wird man wiederrum hauptsächlich für das Schreiben von Berichten abgestellt. Patienten selbst befragen ist leider die Ausnahme. Wenn man es doch mal durfte, interessierten die Ergebnisse niemanden, da die Assistenten die Anamnese so oder so wiederholten. Auch hier gab es oft und viel Leerlauf. Lehre fand praktisch gar nicht statt. Über eine aBGA freute man sich schon, um überhaupt irgendetwas machen zu können.
Meine Zeit auf Station verbrachte ich auf einer internistischen Mischstation. Hier landet alles, was anderswo keinen Platz findet oder von Spezialdisziplinen abgeschoben wird. Auch hier hatte ich ein sehr nettes Team mit zwei tollen Assistenzärztinnen. Da diese aber jeweils nur 6 Patienten zu betreuen hatten, gab es auch hier keinerlei Arbeit. An manchen Tagen habe ich lediglich bei der Visite zugeschaut und eine aBGA gemacht. Auch hier Lehre Fehlanzeige. Die vom Ressort Lehre viel gepriesenen Fortbildungen sind an das Klinikpersonal gerichtet und befassen sich oft mit Klinikinterna. Daher für einen PJ-ler nicht besonders sinnvoll.
Besonders negativ hervorzuheben ist für mich das Ressort Lehre. Ich habe noch niemals so unflexible, nicht hilfsbereite und unfreundliche Menschen wie in diesem Büro erlebt. Hat man mal ein Problem oder eine Bitte, kann man davon ausgehen, dort nur abgewatscht zu werden. Mir wurde bereits an meinem ersten Tag ausführlich erklärt, dass deutsche Studenten frech und unzuverlässig seien. Daher sei es auch unsere eigene Schuld, dass wir so misstrauisch behandelt würden...
Anzumerken ist noch, dass die Bezahlung von netto 930 Franken für Schweizer Verhältnisse eine Frechheit ist. Gerade in Zürich reicht das kaum zum Bestreiten der Lebensmittelkosten. Daher findet man im USZ auch kaum einen Schweizer Studenten. Die wissen nämlich, dass es in anderen Kliniken bis zu 2800 Franken gibt...
Bewerbung
ca. 18 Monate vor Beginn
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