PJ-Tertial-Bericht am Spital Schwyz

Allgemeinchirurgie

Schwyz, Schweiz · 16 Wochen · Station A9, B6, Notfall · 06/2013 – 10/2013

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
960€
Gebühren
200€

Erfahrungsbericht

Hier ein paar Informationen zur Unterassistenz in Schwyz: Ein Kommentar vorab: Ich hätte mir mein Chirurgie-Tertial nicht besser vorstellen können :-) Die Stimmung: Die Stimmung im Spital allgemein (und speziell zwischen Pflege und ärztlichem Personal) empfand ich als außerordentlich gut. Auch der Umgang mit den UHUs (vor allem im OP) ließ wirklich NICHTS zu wünschen übrig. Jeder war stets hilfsbereit und freundlich. Auch nach Feierabend konnte man mit den Ärzten/der Pflege des Spital Schwyz viel Spaß haben !! Die Betreuung: Jeder UHU (= Unterassistent/in) war einem Assistenten auf Station zugeteilt (Es gibt drei Stationen A8/A9/B6). Je nach Assistent bekommt man die Möglichkeit eigene Patienten zu betreuen (von Eintritt bis Austritt mitsamt Austrittsbericht!). Nebenbei fühlt sich auch der für die Station zuständige OA mitverantwortlich für den jeweiligen UHU. Der Notfall: Im Notfall bekommt man im Früh-/Spätdienst die Möglichkeit eigene Patienten (unter Aufsicht und mit ärztlicher Unterstützung) zu starten und zu betreuen. Man bekommt auf Wunsch Einblick in die Spezialsprechstunden wie die Wundsprechstunde/Prokto-Sprechstunde oder man kann bei Kleineingriffen (Thoraxdrainagen, Vasektomie, Wundversorgung, Luxationen) assistieren. Wer bis zum Chirurgie-Tertial noch nicht nähen konnte, kann es spätestens nach dem Einsatz auf dem Notfall sogar im Schlaf. OP-Assistenz: Je nach Anzahl der UHUs und (in gewissem Maße auch) persönlichem Interesse an den unterschiedlichen Operationen (Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie, Trauma- und Allgemeinchirurgie) kommt man pro Tag zu mind. einer, bei meist 2-3 angestellten UHUs auf durchschnittlich 3-5 Operationen. In ca. 50% der Operationen steht man als 1. Assistent am Tisch. Für die ganz Neugierigen ist es auch möglich bei den Gynäkologen, den Orthopäden, den Urologen und den HNO-lern zu assistieren (auch mal sehr interessant!!). Dein Arbeitsaufwand: Die Wochenend- und Pickett-Dienste (OP-Assistenz Bereitschaft von 17Uhr bis 7Uhr des Folgetags) werden unter den UHUs aufgeteilt. Selbst wenn nur ein UHU "zur Verfügung" steht (wie bei mir knapp zwei Monate lang der Fall), hat man max. ein- bis zweimal im Monat Wochenenddienst und max. zwei Tage pro Woche Pickett (das ist wirklich gut machbar). Generell gilt, je mehr Engagement und Interesse man als UHU zeigt, desto mehr (Interessantes, Spannendes, Praktisches) darf man auch eigenständig tun. PJ-Unterricht/Fortbildungen: Einmal pro Woche findet die interne Fortbildung Chirurgie statt. Neben allgemeiner Theorie werden auch interaktiv Fälle besprochen. Zusätzlich zu den Fortbildungen gab es zu meiner UHU-Zeit Zusatzfortbildungen wie z.B. einen Sono-Abdomen-Kurs, einen "Wie schreibe ich einen Austrittsbericht" und "Wie manage ich die Arbeit auf Station"-Kurs. Alle paar Monate findet ein Nahtkurs mit oberärztlicher Betreuung statt (mein Nahtkurs war phänomenal !!). Für die bereits in der Frühbesprechung geistig anwesenden (Frühaufsteher) unter euch, zählt auch die allmorgendliche Röntgen-Besprechung als eine Art "Radiologie-Fortbildung". Da das Spital Schwyz kein Uniklinikum ist, kann man meiner Meinung nach nicht erwarten, dass täglich PJ-Unterricht stattfindet. Die Freizeit: Das Freizeit-Angebot in Schwyz ist meiner Meinung nach nur schwer zu übertreffen (und ja, man hat auch definitiv genug Zeit um das Freizeitangebot hier zu nutzen !!!). Je nach Jahreszeit können die Sportlichen und Naturfreunde unter euch (quasi vor der Haustür) Skifahren/Boarden, Wandern, im Lauerzer/Vierwaldstätter See schwimmen, Joggen, Tennis spielen, Biken... Für die Partygänger liegen Zürich und Luzern ganz in der Nähe (hier und auch sonst kommt auch die Kultur nicht zu kurz). In Schwyz selbst gibt es ein paar Kneipen/Restaurants in denen man sich abends zum gemütlichen Beisammensein trifft. Ach und Italien ist auch nur eine gute Stunde entfernt ;-) Die Unterkunft: Über das Personal könnt ihr ein Zimmer für 250 CHF im Personalwohnheim mieten (Empfehle ich sehr, da es nicht wirklich eine erschwingliche Alternative gibt). Die Zimmer sind möbliert und recht geräumig (ca. 25 qm, inklusive Waschbecken), man teilt sich mit ca. 15 Stockwerks-Mitbewohnern/Innen zwei Duschen/zwei Badewannen/zwei Toiletten und eine große Gemeinschaftsküche (mit kleinem persönlichem Kühlfach und Stauraum für Küchengerät). Achtung, jegliche Küchenutensilien müssen selbst mitgebracht werden!!! CAVE: Die Zimmer sind spartanisch und teils auch etwas schmuddelig, allerdings erfüllen sie ihren Zweck. Fazit: Alles in allem kann ich euch nur empfehlen euer Chirurgie-Tertial in Schwyz zu verbringen! Ich würde es jederzeit wieder tun :-)

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