PJ-Tertial-Bericht am Spital Walenstadt

Innere

Walenstadt, Schweiz · 16 Wochen · Station C3, B2, Notfall · 08/2013 – 12/2013

Veröffentlicht am

3.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 3
Unterricht 5
Betreuung 5
Freizeit 1
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
800

Erfahrungsbericht

Liebe neue PJ-ler, leider kann ich Euch die Innere Medizin in Walenstadt NICHT empfehlen. Als Unterassistent ist man für die Angiographiepatienten vom Chef zuständig und ist damit so eingespannt, dass man von der normalen Station nichts mitbekommt. Man lernt so gut wie nichts, außer strukturiert vorzugehen, weil man sonst den ganzen Bürokram nicht schafft. Außerdem ist man als Unterassistent für die Patienten im Schlaflabor und alle elektiven Gastro- und Kolopatienten zuständig. Immer das gleiche Vorgehen: ausführlich aufnehmen, Medikamente überprüfen, alles in den Computer eintippen, Eintrittsuntersuchung schreiben, Kurzaustrittsbericht und Austrittsbericht schreiben. Man ist nur eine Schreibkraft und erledigt alle Zuarbeiten. Auf Anerkennung oder Wertschätzung wartet man leider vergebens. Das Team ist voll in Ordnung, aber die Aufgabenverteilung lässt zu wünschen übrig. Häufig kam es vor, dass wir Unterassistenten länger blieben, als die Assistenten.. Arbeitszeiten bis 18:00 Uhr waren eher die Regel, manchmal bis 19:30 Uhr... Auf der Notaufnahme konnte man eigene Patienten betreuen und mit dem Oberarzt das weitere Procedere besprechen. Das ist auch der einzige Ort, wo man was lernen konnte. Allerdings sind z. B. Knochenmarkspunktionen oder andere Interventionen (welche alle auf dem Notfall durchgeführt werden) Oberarztaufgabe oder Assistenzarztaufgabe,.... als Unterassistent kommt man nicht zum Zug und kann sich keine praktischen Fähigkeiten aneignen (außer die normale körperliche Untersuchung). Fortbildungen sind öfter ausgefallen, als dass sie stattgefunden haben. Als Unterassistent muss man viele Dienste übernehmen (vor allem im Winter) und bekommt nur sehr wenig Freizeitausgleich dafür. Dennoch hab ich die Dienste nicht als 'schlimm' empfunden, sondern eher gern gemacht. Man hat Anwesenheitspflicht, aber man wird nur gerufen, wenn im OP oder im Notfall Hilfe benötigt wird. Die Chirurgen sind alle total nett und man fühlt sich als Unterassistent der Inneren Medizin von den Chirurgen deutlich herzlicher empfangen. Einer der chirurgischen Assistenten hat uns sogar einen spontanen Nahtkurs ermöglicht. Insgesamt sind die Chirurgen viel eher dazu bereit einem etwas zu erklären (möglicherweise liegt das auch daran, dass die Chirurgen deutlich mehr Zeit haben, da nicht so unendlich viel Bürokratie erledigt werden muss). Wir medizinischen Unterassistenten wurden regelmäßig von den Chirurgen eingeladen zum Essen, Grillen oder Glühweintrinken - war total super :) ! Ein Hoch auf die Chirurgie in Walenstadt! Hoffentlich konnte Euch der Bericht einen Eindruck geben.
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